Neuer Legionellen-Fund in Wedel

Legionellen wie sie in diesem Symbolbild zu sehen sind wurden jetzt in den Sanitäranlagen der städtischen Sporthalle Rudolf-Breitscheid-Straße nachgewiesen.
Legionellen wie sie in diesem Symbolbild zu sehen sind wurden jetzt in den Sanitäranlagen der städtischen Sporthalle Rudolf-Breitscheid-Straße nachgewiesen.

Wasserleitungen der Sporthalle Rudolf-Breitscheid-Straße belastet / Sanitärbereich gesperrt

shz.de von
25. August 2018, 16:00 Uhr

Die Entwarnung ist erst wenige Woche alt, nun muss Wedel erneut Legionellen-Alarm geben: Diesmal trifft es die Sporthalle Rudolf-Breitscheid-Straße – und zwar richtig. Bei Routineuntersuchungen wurden in Wasserleitungen der Sportstätte Konzentrationen der Stäbchenbakterien nachgewiesen, die eine sofortige Sperrung des Sanitärbereichs erforderlich machen. Dies teilte gestern die Stadtverwaltung mit.

Der gemessene Wert habe bei 1200 Kolonien bildenden Einheiten pro 100 Milliliter (KBE/100) gelegen. Ab 10 000 KBE/100 müsse die Nutzung entsprechender Leitungen untersagt werden. Die Halle selbst kann weiterhin genutzt werden, Wasser darf jedoch weder zum Duschen noch zum Waschen entnommen werden. Die WCs sind von der Sperrung ausgenommen. Mit Aushängen weise die Stadt auf die vom belasteten Wasser ausgehende Gesundheitsgefahr besonders für Kleinkinder sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem und gesundheitlichen Beeinträchtigungen hin, sagte Stadtsprecher Sven Kamin. Die Verwaltung habe umgehend die vorgeschriebenen Gegenmaßnahmen veranlasst. Dazu zählt das Spülen der Leitungen mit heißem Wasser. Legionellen sterben ab einer Temperatur von mehr als 60 Grad Celsius ab. Nach Abschluss der Maßnahmen werden neue Proben entnommen, die die Wirksamkeit belegen sollen. Mit Ergebnissen sei üblicherweise erst in zwei Wochen zu rechnen, so Kamin. So lange bleiben die Sanitäranlagen mindestens gesperrt.

Erst vor drei Wochen waren Legionellen in Sanitärbereichen der Umkleidekabinen am Freizeitpark, in der Steinberghalle sowie in der Sporthalle an der Bergstraße nachgewiesen worden. Die Stadt hatte die Bereiche daraufhin gesperrt, konnte die Sperrung jedoch einen Tag später wieder aufheben. Die relativ geringe Konzentration machte zwar Gegenmaßnahmen erforderlich, eine weitere Nutzung war jedoch zugelassen.

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