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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:45 Uhr

Wedel : Neue Wege auf dem alten Kirchstieg

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die FDP will einen B-Plan für die Verbindung Wedel-Holm.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Die Pläne sind gut 20 Jahre alt und waren fast ebenso lange in der Schublade verschwunden. Bis sich der Umweltbeirat drangesetzt hat, um die Idee einer Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Wedel und Holm in der Wedeler Marsch zur Konzeptreife zu bringen. Das hat die Verwaltung geprüft – das Ergebnis lag Ende 2013 auf dem Tisch der Planungsausschussmitglieder. Dort wird es schon bald wieder landen. Denn die FDP will das Thema nun forcieren und die Aufstellung eines B-Plans beantragen.

Ziel ist nicht, gleich morgen zu bauen, erklärte Martin Schumacher, Umweltbeirat-Mitglied und planungspolitischer Sprecher der Liberalen, im Tageblatt-Gespräch. „Wir wissen schließlich, wie es um Wedels Finanzen steht“, sagt Schumacher. „Es geht uns jetzt vor allem um das Signal, das besagt: Ja, die Stadt will da ran.“ Dann könne man sich Schritt für Schritt an die Realisierung machen.

Worum dreht es sich im Detail? Am Ende um die Revitalisierung des Alten Kirchstiegs. Jener Verbindung zwischen Wedel und Holm direkt an der Geestkante, also an der Siedlungsgrenze. Eben die ist übrig geblieben im Variantenvorschlag, den der Beirat erarbeitet und die Verwaltung geprüft hat. Eine weitere mögliche Trasse liegt zentral zwischen Geestrand und Deich: die gedachte Fortsetzung des Wegs am Hof Winterros entlang. Die sei jedoch auf Grund artenschutzrechtlicher Erwägungen nicht zustimmungsfähig, sagt die Stadt unter Berufung auf die Naturschutzbehörde.

Also bliebe besagte Kirchstieg-Trasse. Auf ihr sind ebenfalls Teilstücke bereits oder noch nutzbar für Radler und Fußgänger. Urteil der Verwaltung: „Er bietet als zusätzliche Wanderwegeverbindung eine deutliche Aufwertung des Wedeler Radwegenetzes.“ Und er knüpft an bereits bestehende Planungen an – an den B-Plan 76, nach dem auf der alten Südumfahrungtrasse künftig Radler und Fußgänger die Altstadt umgehen können sollen. Zumindest der Teil, der von der Schulauer Straße zur Höckner-Straße geht, könnte im Zuge der Kirchstieg-Bebauung realisiert werden, heißt es seitens der Stadt. Mit einem zusätzlichen Anschluss vom Lüttdahl an den Steinweg wäre bereits eine kleine Marsch-Rundroute geschaffen.

Ziel ist auf lange Sicht jedoch der große straßenunabhängige Rundweg von Wedel am Deich entlang über Hetlingen und die Idenburg nach Holm und zurück, verdeutlicht Schumacher. Für die Naherholung und vor allem im Ortsbereich als Entlastung für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer. Schumacher sagt das nicht zuletzt auch mit Blick auf die Entwicklung der Wohngebiete im Norden der Altstadt. Der Rundweg sei zudem eine Möglichkeit, Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Wirtschaft, Gastronomie und Naherholung in geordnete Bahnen zu lenken.

Von Vorteil für eine tatsächliche Realisierung der Trasse sei außerdem, dass nicht wenige Flächen bereits in Besitz der Stadt sind, so Schumacher. Er will bereits im nächsten Planungsausschuss am 25. Februar um Mehrheiten für eine B-Plan-Aufstellung werben.

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