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500.000 Euro schwer : Neue Wachstation am Falkensteiner Ufer in Betrieb

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ein großer Gewinn für die Sicherheit und für die DLRG.

Rissen | „Die ersten Schritte in der neuen Station waren vor allem für die alten Hasen unter den Wachgängern schon merkwürdig“, beschreibt Kay Maaß, Leiter Einsatz des Landesverbands Hamburg der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die ersten Tage in der neuen Rettungsstation am Falkensteiner Ufer. Nachdem die Hamburger Bürgerschaft den Etat für den Neubau erhöht hatte, konnte das Projekt Ende Juni abgeschlossen werden. Das alte braune Kabuff ist Geschichte. „Was überwältigend war, ist die Spendenbereitschaft, die deutlich höher als erhofft war. Die Bürger sind wirklich spendenfreudig gewesen“, freut sich Maaß. Ohne diese hätte sich das 500.000 Euro teure Bauprojekt nicht realisieren lassen.

„Wir haben uns mehr als verdreifacht“, beschreibt Maaß die auch von außen auffälligste Veränderung. Statt 35 Quadratmetern stehen nun 120 zur Verfügung. „Das Wichtigste ist, dass wir nun endlich eigene sanitäre Anlagen haben – inklusive Wasser und Abwasser“, so der Einsatzleiter. Bis zur Fertigstellung des Neubaus mussten sich die ehrenamtlichen Lebensretter mit einem Container am Falkensteiner Ufer behelfen. In der modern ausgestatteten Einsatzzentrale gibt es nun einen Waschraum und zwei Toiletten. Auch der abgetrennte Sanitätsraum ist neu. „In der Vergangenheit hatten wir nur einen Raum für alles, nun haben wir einen eigenen Funkraum, einen Raum für den Wachhabenden und zwei Ruheräume“, so Maaß. Hinzu kamen zwei Zimmer für Technik und Lager.

Sechs DLRGler sollen die Station von Freitag- bis Sonntagabend durchgängig besetzen. Mindestens. „Wir sind derzeit im Durchschnitt acht“, nennt Maaß die aktuellen Zahlen. Er habe eine größere Bereitschaft festgestellt, den Dienst am Falkensteiner Ufer zu leisten. „Es macht sich deutlich bemerkbar, dass sich die Leute hier wohl fühlen und wir einen klaren Anlaufpunkt haben. Das macht die Einsatzplanung leichter.“

Lea Korb und Dennis von Salis haben den Strand am Falkensteiner Ufer immer im Blick. (Foto: Fröhlig)
Lea Korb und Dennis von Salis haben den Strand am Falkensteiner Ufer immer im Blick. (Foto: Fröhlig)
 

Durch das moderne Gebäude, das eineinhalb Meter höher sei als der Vorgänger und somit auch für Sturmfluten gerüstet, sei auch die Wahrnehmung am Strand gestiegen. „Jeder sieht jetzt das neue Haus auf den Pfählen und weiß, dass wir Anlaufstelle für Hilfe und Fragen sind“, sagt Maaß. Just in diesem Moment betritt eine junge Frau die Rettungszentrale. Eine Wespe habe sie in die Zunge gestochen. Es gibt ein Eis zum Kühlen, und vorsorglich wird auch noch der Rettungsdienst verständigt.

„Es ist eigentlich eine normale Saison. Derzeit ist es sogar sehr ruhig. Wir merken erstmals wirklich die Auswirkungen der Ferien“, sagte Maaß beim Blick über den Elbstrand. Vor den Ferien sei der Strand bei gutem Wetter wirklich voll gewesen. Insgesamt werden von Rissen aus am Wochenende 15 bis 20 Einsätze der DLRG im gesamten Hamburger Raum koordiniert. „Es ist das übliche Tagesgeschäft wie Erste Hilfe oder Seglerbergungen. Ein umfangreiches Tagesgeschäft, aber wir hatten bisher keine schweren Badeunfälle oder Rettungseinsätze“, so Maaß. Die Ausnahme sei der vermisste Schwimmer in Wedel. „Wir unterstützen uns da gegenseitig. Auch mit den Kollegen in Niedersachsen.“

An den letzten Feinheiten in der neuen Heimat der Hamburger DLRG müsse allerdings noch gefeilt werden. Eine Mikrowelle und zwei Ruheplätze fehlen noch. „Das sind die größeren Anschaffungen, aber das nächste Projekt steht schon an“, so Maaß. Der Mietvertrag für die Halle in Bahrenfeld, wo Fahrzeuge und technisches Gerät im Winter untergebracht werden, sei zu Ende des Jahres gekündigt worden. Nun sei man auf der Suche nach einer Halle mit 300 Quadratmetern Fläche. „Ein Nebenraum, Strom und eine Toilette wären toll“, sagt Maaß und ergänzt: „Das alles gibt es in der bisherigen Halle nicht. Das ist ein echter Spaß im Winter.“

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erstellt am 11.Aug.2015 | 16:30 Uhr

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