zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 09:03 Uhr

Neue Strategie zur Hallensanierung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schimmelbefall Ingenieur empfiehlt Verkapselung des Schwingbodens

Wird die wegen Schimmelbefall gesperrte Mehrzweckhalle der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) in wenigen Wochen wieder nutzbar sein? Diese Möglichkeit wurde am Donnerstagabend den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung eröffnet. Verbandsvorsteher Karl-Heinz Weinberg (CDU), der auch Bürgermeister der Standortgemeinde ist, hatte neben dem Gutachter, Diplom-Biologe Hermann Walterbusch, als Experten den Diplom-Ingenieur Thomas Butzlaff hinzugeholt. Der hatte die vorliegenden Gutachten zwar erst wenige Tage prüfen können, aber er kam zu dem Ergebnis, dass das Wasser eher durch die Decke und nicht durch den Boden kommt. Es gebe ein diffuses Schadensbild. Deshalb sein Rat: den Schwingboden nicht rausreißen, sondern trocknen, versiegeln, eine Grundreinigung inklusive Austausch der Filter der Lüftungsanlage vornehmen und sich dann um das Dach kümmern. Dieser Idee folgte das Gremium mit zehn Ja-Stimmen bei sechs Nein-Stimmen. Einstimmig wurde zudem beschlossen, die Halle mit einem neuen Schräg-Dach zu versehen.

Den Beschlüssen ging eine knapp zweistündige Debatte voraus, bei der nicht nur Verbandsmitglieder zu Wort kamen. Denn nicht nur die Schule ist von der Sperrung betroffen, sondern auch die Sportvereine. Jörg Suckow, Chef der Handballabteilung im Moorreger Sportverein, berichtete davon, dass seit vielen Jahren immer wieder Wasser aus der Decke gekommen sei. „Es tropfte immer an verschiedenen Stellen“, so Suckow. „Es ist wichtig, den tatsächlichen Fehler zu finden“, betonte er. Denn es könne passieren, dass bei Erneuerung des Schwingbodens wieder von vorn begonnen werden müsse. Auch MSV-Chef Gerd Sommer ist sich sicher: „Es liegt am Dach.“

Die Amtsverwaltung wird zudem prüfen, ob bei derzeitigem Verzicht auf die Schwingbodenerneuerung Ansprüche an die Versicherung bestehen bleiben. Die hatte nämlich ein Drittel der Kosten für die Bodensanierung übernehmen wollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen