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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 04:16 Uhr

Wittenbergen : Neue Rettungsstation für Rissen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das 300.000-Euro-Projekt steht kurz vor der Genehmigung. Bereits im Winter soll die alte DLRG-Unterkunft abgerissen werden.

Sie werden nass, weil sie Menschen aus lebensbedrohlicher Lage im Wasser retten oder weil sie helfen, gekenterte Boote wieder aufzurichten – und können hinterher nicht einmal duschen. Sie schieben das ganze Wochenende über Dienst, ohne eine Toilette vor Ort. Sie sind Anlaufstelle für Brandverletzungen durch Grillkohle und haben kein fließendes Wasser für die Wundversorgung zur Verfügung. Seit 30 Jahren arbeiten die ehrenamtlichen Helfer des DLRG in der Rettungsstation in Wittenbergen unter unhaltbaren Zuständen. Doch jetzt wird es anders. Veränderungen kündigen sich an. Am Rissener Elbstrand soll eine neue Station gebaut werden.

Auf 300 000 Euro schätzt Hamburgs DLRG-Präsident Heiko Mählmann die Kosten. Zwar wird es eine einfache übereinandergestapelte Containerlösung geben. Doch damit die sich behutsam in die Natur einfügt, sieht der Entwurf des Architekturbüros von Sibylle Kramer (SKA Architekten) eine Außenverkleidung in Lerchenholz vor. Den größten Anteil der Kosten allerdings verschlingt die Notwendigkeit, die Rettungsstation auf sechs Pfähle stellen zu müssen.

„Nach hinten ausweichen können wir nicht, da fängt gleich das Landschaftsschutzgebiet an“, erklärt Mählmann. Deswegen wird die neue Station zwei bis drei Meter ins Wasser hineinreichen. Wie dann genau die Erschließung aussieht – der nächste Sielanschluss liegt hinterm Strand und noch über den Parkplatz hinaus beim Café Buchfink – und welches Pumpensystem zur Anwendung kommt, ist noch nicht entschieden. Es werde aber auf alle Fälle einiges kosten, so der Hamburger DLRG-Chef. In der neuen doppelstöckigen Station befinden sich unten die Funktionsräume und oben Schlaf- und Ruheräume sowie Dusche und WC.

Auf SPD-Initiative werden der Senat 100 000 Euro und das Bezirksamt 50 000 Euro zuschießen. Den Rest muss die DLRG durch Mitgliedsbeiträge sowie Spenden finanzieren. „Wichtig ist, wir haben jetzt den Hebel umgelegt“, so Mählmann. Die Bauprüfungsabteilung habe bereits signalisiert, das Projekt zu genehmigen. Liegt der Bescheid vor, wird noch im Winter die alte Station abgerissen, damit pünktlich zur nächsten Saison Anfang Mai der Neubau steht.


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erstellt am 25.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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