zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 22:27 Uhr

Neue Kriterien für Ehrennadel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gremium wählt aus / Bis zu fünf Geehrte jährlich

Willst du was gelten, mache dich selten, lautet eine Redewendung, die sich als Ratschlag eigentlich an das Verhalten von Menschen wendet. Wedels Kommunalpolitiker könnten diese Maxime aber ebenso gut auf die Vergabe der Wedeler Ehrennadel bezogen wissen wollen. 2002 wurde Wedels Auszeichnung fürs Ehrenamt zum ersten Mal verliehen, und zwar gleich an 55 Personen. Danach jährlich weiterhin an bis zu 14 ehrenamtlich Engagierte. Das ist inflationär, das senkt den Wert der Auszeichnung, sagten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) als Verantwortliche für die Ehrennadel. Und überlegen seit 2012, Kriterien und Richtlinien für die Auszeichnung zu überarbeiten. In der jüngsten Sitzung Montagabend beschlossen sie nun weitreichende Änderungen für die Vergabe des Preises.


Verleihung auf dem Neujahrsempfang


Wichtigste Neuerung: Statt eines Punktesystems wie bisher soll ein einzurichtendes Gremium aus den eingereichten Vorschlägen die Auszuzeichnenden auswählen und mit Begründung dem HFU vorschlagen. Dieses Gremium, so empfahlen es die Ausschussmitglieder, möge mit dem Fachbereichsleiter Bürgerservice, einem Vertreter von Stadt- und Verwaltungsmarketing und je einem Vertreter der im Rat vertretenden Fraktionen bestückt werden.

Um die Gefahr der inflationären Vergabe und die damit einhergehende Entwertung des Preises auch von der Seite der Geehrten her einzudämmen, beschlossen die HFA-Mitglieder außerdem, deren Anzahl jährlich zu begrenzen. „Pro Jahr beziehungsweise Verleihung sollen höchstens bis zu fünf Personen geehrt werden“, legten sie als Richtlinie sechs fest. Darüber hinaus wurde ausdrücklich die Aufzählung darüber, welchem Bereich der Vorgeschlagene zuzuordnen ist, gestrichen – in der Kriterienliste wie auch auf dem Zettel, mit dem jeder Wedeler Bürger seinen Favoriten vorschlagen kann.

„In der Regel“ soll der Neujahrsempfang den Rahmen der Verleihung bilden, lautet eine weitere Festlegung zum Verfahren. Und damit die Möglichkeit bleibt, die Ehrennadel auch postum sowie – neu – an Kommunalpolitiker zu vergeben, soll in Zukunft die Beschreibung „für vielseitiges außerordentliches Engagement“ ohne weitere Einschränkungen die Stoßrichtung vorgeben. Das ursprüngliche Ausschlussargument, die Politik hätte ihre eigenen Ehrungen, sah CDU-Fraktionschef Michael Kissig nicht mehr als gültig an: „Feuerwehr, DRK und andere Vereine haben auch ihre eigenen Ehrungen“, argumentierte er.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen