Bedarfsanpassung : Neue Kraft für die Flüchtlingsarbeit

Die beiden Flüchtlingsbetreuer Manuela Treff und Hüseyin Inak bekommen Unterstützung.
Die beiden Flüchtlingsbetreuer Manuela Treff und Hüseyin Inak bekommen Unterstützung.

Die Zahl der Betreuer ist von vier auf faktisch zwei gesunken. Ausschreibung für einen dritten Mitarbeiter.

shz.de von
30. März 2017, 15:00 Uhr

Wedel | Vier Flüchtlingsbetreuer arbeiteten bisher für die Stadt, drei werden es zukünftig sein. Die kommen dann allerdings von einem gemeinsamen Träger, weswegen die Kommunikation und Zusammenarbeit besser klappen möge, so die Hoffnung der Kommunalpolitiker. Auf der Höhe der Flüchtlingswelle hatte die Stadt mit dem Diakonieverein Migration und mit der Caritas einen Vertrag über jeweils zwei Kräfte für die Betreuung von Flüchtlingen in Wedel abgeschlossen. Zwei Mitarbeiter, die der Caritas, sind im Laufe der Zeit „abgeschmolzen“, wie Lutz Degener (CDU), Vorsitzender im Ausschuss für Jugend und Soziales, es ausdrückt. Um den Bedarf anzupassen, hatte der Rat beschlossen, die Zahl der Kräfte auf insgesamt drei zu reduzieren. „Das geht nur einvernehmlich“, betont Degener am Tageblatt-Telefon.

Die Gespräche mit Diakonie und Caritas seien erfolgreich verlaufen, so dass der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend nur noch ausarbeiten musste, was von einem neuen Mitarbeiter erwartet wird, um die Ausschreibung für eine dritte Kraft auf den Weg zu bringen. Momentan kümmern sich Manuela Treff und Hüseyin Inak, beide vom Diakonieverein Migration, um die Belange der Flüchtlinge. Der oder die Dritte im Bunde soll vom gleichen Träger kommen und „eine hohe Qualifikation“ aufweisen, so Degener. Aufgabenschwerpunkt sind die Flüchtlinge, die in die neuen Unterkünfte in der Feldstraße und in der Industriestraße einziehen. Zum 1. April geht’s in der Feldstraße mit der Belegung los, weiß der Ausschuss-Vorsitzende. Der Zuzug von Familien spiele zurzeit in der Integrationsarbeit die größte Rolle, erklärt Degener.

Für Wedel sei das eine gute Perspektive. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt der Christdemokrat. Der Träger habe signalisiert, dass er sich kurzfristig um die Besetzung der Stelle kümmern werde. Inak und Treff hätten dann wieder tatkräftige Unterstützung in ihrer Flüchtlingsarbeit.

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