Wedel : Neue Klassenräume für die GHS

Viele Klassenräume: Die Gebrüder-Humboldt-Schule platzt dennoch aus allen Nähten.
Viele Klassenräume: Die Gebrüder-Humboldt-Schule platzt dennoch aus allen Nähten.

Raus aus den Provisorien, rein in die Planung: Wedels SPD fordert, die Möglichkeit für einen Erweiterungsbau zu prüfen.

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23. Juni 2015, 15:00 Uhr

Wedel | Es herrscht großer Platzmangel in der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS). Weil mit der Kooperation mit der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) die Oberstufe von Zwei- auf Dreizügigkeit angewachsen ist, werden zusätzliche Klassenräume im Rosengarten benötigt. Für den ersten Jahrgang, der im August 2014 an den Start ging, widmete die Schule einen Fachraum um. Der zweite dreizügige Jahrgang soll Container bekommen. Auch der darauf folgende Jahrgang benötigt noch einmal zwei zusätzliche Räume. Das ist alles kein Zustand, sagt jetzt die SPD-Fraktion. Sie will weg von den Provisorien hin zu einer dauerhaften Lösung. Und reicht deswegen im nächsten Rat einen Beschlussvorschlag ein, der die Verwaltung mit Planungen für einen Erweiterungsbau beauftragt.

„Wir müssen zu einer festen Lösung kommen“, erläutert SPD-Parteichef Lothar Barop. „Auf Dauer ein Provisorium, das kann nicht sein.“ Man müsse rechtzeitig mit dem Planen beginnen. Bauen habe eine lange Vorlaufzeit.

Vier bis sechs Klassenräume steuert die SPD an. Neben denen für die erweiterte Oberstufe würden auch Differenzierungsräume für die zehnten Klassen und zusätzliche Gruppenräume für weitere Inklusionsarbeit benötigt. Der Standort ist offen. Eine Überbauung des langgezogenen Oberstufentrakts auf Stelzen stand schon einmal als Möglichkeit im Raum, berichtet Barop. Aber auch für Alternativen auf dem Gelände ist die SPD zu haben. „Wir müssen anfangen zu planen“, so der Parteichef – auch um Schule und Eltern ein positives Signal zu geben.

Als zweites Problemfeld macht die SPD in ihrem Beschlussvorschlag den sogenannten 68er Bau der GHS aus. Trotz Sanierung treten dort erneut Feuchtigkeitsschäden auf, deren Ursache nicht geklärt ist. Weil die mindere Bausubstanz eine Aufstockung nicht zulasse, sollte gleich die allgemeine Erhaltungswürdigkeit überprüft werden. Möglicherweise wäre es „vorausschauend kostengünstiger“, so der zweite SPD-Vorschlag, „in einem aufeinander folgenden Bauabschnitt fortzufahren.“ So könnten Kosten für die neuerliche Anmietung von Containern, die Baustelleneinrichtung und weitere Planungskosten vermieden werden.

Die Aufstellung der ersten Container, in denen ab September der neue Oberstufenjahrgang unterrichtet werden soll, verzögert sich. Sie werden jetzt zum Beginn des zweiten Halbjahrs erwartet. Ursprünglich war angedacht, die Provisorien auf dem Sportfeld zu platzieren. In Absprache mit Schule und Verwaltung konnte ein besserer Standort gefunden werden. Neben der Feuerwehrzufahrt Rosengarten ist noch Platz. 

Nächste Ratsversammlung: Donnerstag, 18. Juli, 19 Uhr, Ratssaal im Rathaus.
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