Prüfung bestanden : Neue Helfer für die Freiwillige Feuerwehr in Wedel

Drei Frauen und sieben Männer aus der städtischen Verwaltung unterstützen zukünftig die Freiwillige Feuerwehr .
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Drei Frauen und sieben Männer aus der städtischen Verwaltung unterstützen zukünftig die Freiwillige Feuerwehr .

Mitarbeiter der Stadt haben sich zum Feuerwehrhelfer ausbilden lassen. Einsätze sollen so auch tagsüber gewährleistet werden können.

shz.de von
11. Dezember 2015, 18:26 Uhr

Wedel | Das hat Vorbildcharakter: Zehn Mitarbeiter der städtischen Verwaltung haben sich Wedels Freiwilliger Feuerwehr angeschlossen. Sie sind jetzt ausgebildete Helfer und unterstützen die Kameraden bei Brandeinsätzen „im rückwärtigen Raum“, wie der stellvertretende Wehrführer Uwe Brandt ihren Aufgabenbereich erklärt. „Das bringt uns ein ganzes Stück weiter“, sagt er erleichtert.

Die Freiwillige Feuerwehr hat nicht nur Nachwuchssorgen. Sie hat auch ein Problem mit der fehlenden Verfügbarkeit aktiver Kameraden tagsüber. Denn viele Brandschützer, die sich ehrenamtlich in Wedel engagieren, arbeiten im Broterwerb nicht in der Stadt, sondern in Hamburg, Pinneberg oder Umgebung.

Um die Einsatzbereitschaft am Tage weiterhin zu gewährleisten wurde in der Stadtverwaltung ein Werbungsteam eingerichtet, das neue Mitglieder gewinnen sollte. Dessen Ideen und Werbestrategien waren so erfolgreich, dass sich gleich zwölf städtische Mitarbeiter überzeugen ließen: zwei Kollegen befinden sich momentan in der großen Ausbildung zum Brandschützer und zehn Verwaltungsmitarbeiter haben nach fünf Terminen à drei Stunden Schulung die Grundausbildung zum Feuerwehrhelfer erfolgreich abgeschlossen.

Es ging darum, die Einsatzstruktur der Feuerwehr kennen zu lernen, Verhalten an der Einsatzstelle einzuüben sowie um Einweisung und Umgang mit Lösch- und Rettungsgeräten in theoretischer wie praktischer Form. Nun können die drei Frauen und sieben Männer die Wedeler Feuerwehr bei Rettungseinsätzen als Trägerhilfe oder beim Öffnen von Türen unterstützen, sie können aktiv werden, wenn es darum geht, Ölspuren zu beseitigen und in Brandeinsätzen außerhalb des Gefahrenbereichs beispielsweise Schlauchleitungen aufbauen, zählt Vize-Wehrführer Brandt auf.

Anfang Februar beginnt der aktive Dienst der Feuerwehrhelfer. Vorher müssen noch die neuen Uniformen ankommen sowie die Funkmeldeempfänger, die den Alarm in die Büroräume tragen. Die positive Resonanz überraschte nicht nur die Wedeler Wehr. Auch Bürgermeister Niels Schmidt freut sich über die große Bereitschaft aus der Belegschaft. „Das kann gern Schule machen“, ermuntert Pressesprecherin Stefanie Bossen. 

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