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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 06:29 Uhr

Wedel : Neue Gesichter im CDU-Vorstand

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Christdemokraten wählen Michael Schernikau einstimmig zum neuen Parteivorsitzenden. Ulrich Kloevekorn trat nach acht Jahren nicht mehr an.

Wedel | 100 Prozent Zustimmung – ein Traumergebnis für Michael Schernikau. Alle 37 Wahlberechtigten gaben dem neuen Vorsitzenden der Wedeler CDU bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag ihre Stimme. Der Rechtsanwalt übernimmt das Amt von Ulrich Kloevekorn, der nach acht Jahren nicht mehr antrat.

Auch ansonsten demonstrierten die Christdemokraten Geschlossenheit. Kampfabstimmungen gab es keine, die vorgeschlagenen Kandidaten wurden allesamt mit überzeugenden Mehrheiten bestätigt. Die Mitglieder kamen somit der Aufforderung des scheidenden Vorsitzenden Kloevekorn nach, „eine Einheit zu bleiben.“ Heidi Garling (32 Ja-Stimmen) und Stephan Schwartz (36 Ja-Stimmen) werden künftig als gleichberechtigte Stellvertreter fungieren. Klaus Schröder wurde als Schatzmeister mit 35 Ja-Stimmen bestätigt. Beisitzer sind ab sofort Kay Burmester und Julian Fresch (36 Ja-Stimmen).

Vom 18-jährigen Fresch versprechen sich die etablierten Parteikollegen auch neue Impulse für den Einsatz neuer Medien. Eine verstärkte Präsenz in diesem Bereich ist Teil der Maxime, die Schernikau in seiner Antrittsrede ausgab: „Wir müssen mehr Bürger für Politik interessieren“. Dazu gehöre es auch, wieder mehr aktiv Berufstätige für die Parteiarbeit bei den Christdemokraten zu begeistern. Die Chancen für seine Partei sieht Schernikau gut: „Wir sind der einzige Verband in Wedel, der momentan einen roten Faden hat.“ Ein Hinweis auf die Spaltung der SPD und den Führungswechsel bei den Grünen, den sich auch Fraktionschef Michael Kissig bei seinem Bericht nicht verkneifen konnte: „Wir haben immer mehr mögliche Ansprechpartner mit vielen unterschiedlichen Meinungen.“ Die CDU stelle nur ein Drittel der Ratsmitglieder, es werde immer schwieriger Mehrheiten, zu finden. Den Rücktritt von Grünen-Fraktionschefin Gertrud Borgmeyer im September bedauerte Kissig in dieser Hinsicht sehr. Die Zusammenarbeit mit ihr sei gut gewesen. Kissig betonte, dass angesichts der Haushaltslage auch unpopuläre Sparmaßnahmen unumgänglich seien. „Grund- und Gewerbesteuer haben wir bereits erhöht – jetzt müssen wir an die Ausgaben ran.“

Die anwesenden Mitglieder entlasteten den bisherigen Vorstand einstimmig. Das Jahr 2013 schloss die Partei mit einem Minus von 16 871 Euro ab. Dies sei vor allem den erheblichen Ausgaben für die Kommunalwahlkampf zustande gekommen. Dieser habe zirka 22 000 Euro gekostet, sagte Schatzmeister Schröder.

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