Kunst : Neue Ausstellung von Beatrix Sprunck zeigt Besinnung auf das Wesentliche

Beatrix Sprunck während der künstlerischen Arbeit.
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Beatrix Sprunck während der künstlerischen Arbeit.

Die bildende Künstlerin stellt im Reepschlägerhaus aus. Sie widmet sich Techniken von Radierungen bis Öl-Malerei.

shz.de von
16. Mai 2018, 16:56 Uhr

Wedel | „Augenblicke, Eindrücke und Stimmungen prägen meine künstlerische Arbeit“, bekennt die Hamburger Malerin Beatrix Sprunck, die ab Mittwoch, 16. Mai, eine Auswahl ihrer Bilder im Reepschlägerhaus, Schauenburgerstraße 4, zeigt. „Eine Werkschau“ hat die Künstlerin den Querschnitt durch ihr nunmehr 40-jähriges Schaffen genannt. Sprunck zeigt Zeichnungen und Radierungen, aber auch Arbeiten in Wasserfarbe und Öl. Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr.

„Bei den Radierungen genieße ich das Handwerkliche, das Bearbeiten der Zinkplatten, das Eingravieren, Ätzen, Wischen, Verreiben und das Drehen der Druckwalze“, berichtet Sprunck. Ihre Zeichnungen sind detailreiche, realistische Darstellungen. Und auch in den Farbbildern arbeitet die Hamburger Künstlerin gern grafisch. Der Zeichenbleistift wie auch der Pinsel können nicht spitz genug sein, sagt sie.

Themen und Inspiration für ihre Arbeiten findet die Malerin in ihrer Umgebung. „Mich inspirierten früh unsere geliebten Elbmarschen und die Segelsommer auf Nord- und Ostsee“, erläutert Sprunck. Als die Hamburger Familie das kleine korsische Dorf Corbara für sich entdeckte, wurde es für lange Zeit zu einem zweiten Zuhause, in dem die Malerin fünf Monate im Jahr lebte und arbeitete. So sickerten mediterrane Einflüsse in das Spruncksche Werk und ihre ansonsten norddeutschen Motive ein. Meist malte Sprunck hier in Öl auf Leinwand.

Die Besinnung auf das Wesentliche und Gegensätzlichkeiten in Einklang zu bringen waren für die Malerin künstlerische Aufgabe, bereits lange bevor die Themen en vogue wurden. Zudem bekennt Sprunck ihre Leidenschaft für ein weiteres zeitloses Motiv: „Ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeiten ist die Vergänglichkeit“, offenbart sie.

Sprunck ist gebürtige Niederbayerin. Ihre Wanderjahre führten sie durch Europa, an die Elfenbeinküste und nach Brasilien. 1968 ließ sie sich mit ihrem Mann in Hamburg nieder. Ein Sohn komplettierte die Familie. Jahre der künstlerischen Ausbildung folgten. Mittlerweile kann Sprunck eine beeindruckende Liste an Einzel- und Gruppenausstellungen aufweisen. Ihrem künstlerischen Ausdruck ist sie in all der Zeit treu geblieben, das betont sie nicht ohne Stolz.

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