Wedel : Neue Ausstellung im Reepschlägerhaus

 Hans-Werner Seyboth
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Hans-Werner Seyboth

Neue Ausstellung im Wedeler Reepschlägerhaus zeigt Farbstiftzeichnungen von Hans-Werner Seyboth. Vernissage am 31. Juli.

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24. Juli 2014, 10:00 Uhr

Wedel | Er zeichnet die Elbe, Häuser, Menschen und Blumen – mal schraffiert oder skizziert, mal detailliert. Die Kunstwerke von Hans-Werner Seyboth sind vielfältig, dennoch ist ihnen eines gemein: Sie sind mit Farbstift auf Passepartout gezeichnet. In Wedel sind die Werke ab Donnerstag, 31. Juli, im Reepschlägerhaus (Schauenburgerstraße 4) zu sehen. Der 65-Jährige aus Henstedt-Ulzburg stellt unter dem schlichten Titel „Farbstiftzeichnungen“ zirka 30 seiner Werke aus. Darunter etwa acht Kleinformate mit einer Größe von 5 mal 15 Zentimetern. Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr.

Seyboth entdeckte seine Leidenschaft fürs Zeichnen bereits in jungen Jahren. Ein Vorbild in der Familie habe es dafür nicht gegeben. „Das kam einfach aus mir selbst heraus“, sagt Seyboth. „Ich habe in der Schule viele Karikaturen und auch anderes gemalt – und bekam zum Abschluss den Fachpreis für Bildende Künste.“ Bei so viel Talent lag ein künstlerisches Studium nahe. Und so entschied er sich 1970 für ein Architektur-Studium an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. Damals mit dem obligatorischen Studienfach „Zeichnen“. Auch bei seiner späteren Arbeit als Architekt colorierte er mit besonderer Freude die Baupläne. Zuletzt war er für des Bezirksamt Hamburg-Altona tätig.

Vor einem Jahr verabschiedete er sich dann in den Ruhestand und widmet sich seither vermehrt seiner Kunst. Durch Zufall fand er sein jetziges Atelier auf dem Hof Hörnerkamp. In seinem „farbstiftatelier“ möchte er seine Arbeit intensivieren. Das Umfeld dort inspiriere ihn zu seinen Werken. Generell nehme er seine Umgebung bewusst war, finde dort die Ideen für seine Motive. Und wenn er sich dann für eines entschieden habe, zeichne er fast ohne Unterbrechung: „Dann sitze ich auch zwölf Stunden an einem Tag daran, bis die Hand krampft und der Arm schmerzt“, sagt Seyboth.

Besondere Herausforderungen für Seyboth? „Wenn Leute sagen ’Das kann man doch gar nicht zeichnen’– dann zeichne ich es erst recht“, sagt er und lacht. Deswegen versuche er sich an Glas, Wasser und Spiegelungen – es reize ihn deren Lichtreflexe auf’s Papier zu bringen. Seine Ehefrau sei seine schärfste Kritikerin.

Bereits seit 1980 präsentiert Seyboth seine Bilder in kleinen Ausstellungen. Das Reepschlägerhaus sei eine Örtlichkeit, in der sich seine Bilder wohlfühlten. „Ich freue mich ganz besonders darüber, nun der Nachfolger von Freddy Rode zu sein – ich habe bereits drei Mal in seiner ehemaligen Galerie ausgestellt.“

Die Ausstellung von Hans-Werner Seyboth ist bis Sonntag, 7. September, zu sehen. Das Reepschlägerhaus (Schauenburgerstraße 4) hat dienstags bis freitags von 16 bis 22 Uhr geöffnet. Sonnabend und Sonntag von 15 bis 22 Uhr, montags ist Ruhetag. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 04103-85057 oder online: www.reepschlaegerhaus.de
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