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"Neubau fossiler Großkraftwerke sollte bedarfsgerecht sein"

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erstellt am 09.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Wedel | Wieso wird durch ein möglichst kleines Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Wedel die CO2-Emission verringert? In einem Leserbrief in unserer Zeitung hatte der Wedeler Joachim Lietz die Bürgerinitiative "Stopp! Kein Mega-Kraftwerk in Wedel" und namentlich Initiatorin Kerstin Lueckow aufgefordert, diese Frage öffentlich zu beantworten. Tenor von Lietz Beitrag: Im Grunde gehe es der BI nicht um Klimaschutz, sondern um die Verhinderung des Kraftwerkbaus.

In einer Pressemitteilung kommt die Bürgerinitiative jetzt Lietz Aufforderung nach und liefert ihre Antwort. Wörtlich heißt es darin: "Vattenfall hat mit den ursprünglichen Antragsunterlagen eine wesentlich höhere elektrische Leistung als beim jetzigen Kohlekraftwerk beantragt. Der Vorteil von Gas gegenüber Kohle geht schnell verloren, wenn deutlich mehr fossiler Strom erzeugt werden soll als vorher." Auch das Kohlekraftwerk Moorburg werde als Ersatz für Wedel gebaut und könne bis zu 90 Prozent des Hamburger Strombedarfs decken. "Die Leitungen reichen jetzt schon nicht aus, um den regenerativen Strom aus Schleswig-Holstein in den Süden zu transportieren. Dieser soll bis 2020 deutlich ausgebaut werden."

Das Kohlekraftwerk Wedel sei eines der ältesten in Deutschland und am Ende seiner Betriebszeit angelangt, heißt es in der BI-Erklärung. "Der Neubau von fossilen Großkraftwerken, die über mehrere Jahrzehnte betrieben werden, sollte bedarfsgerecht sein. Gerade dieser Bedarf wird von vielen Experten in Zeiten der Energiewende in Zweifel gezogen. Entsprechende Gutachten liegen nicht vor."

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