Wedel : Nachwuchspolitiker im Kieler Landtag

Waren beim Jugendparlament in Kiel dabei: Yella Niclaus und David von Nobbe.
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Waren beim Jugendparlament in Kiel dabei: Yella Niclaus und David von Nobbe.

Yella Niclaus (16) und David von Nobbe (17) vom Johann-Rist-Gymnasium aus Wedel haben drei Tage lang in die politische Arbeit in Kiel kennengelernt.

shz.de von
13. Dezember 2013, 16:00 Uhr

Immer Ende des Jahres tagt in der Landeshauptstadt Kiel das Jugendparlament. Diesmal waren Yella Niclaus (16) und David von Nobbe (17) vom Johann-Rist-Gymnasium aus Wedel dabei. Begleitet wurden die Nachwuchspolitiker von Karl-Heinz Camien (84), der bereits zum 18. Mal vor Ort war. Drei Tage lang ging es um politische Arbeit: Es wurden Anträge an Land- und Bundestag erörtert, beschlossen oder abgelehnt und auf den Weg gebracht.

Camien arbeitet zwar vornehmlich im Seniorenbeirat der Rolandstadt, doch er hält es für bedeutend, den Kontakt zur Jugend und ihren Vorstellungen nicht zu verlieren. Für Yella und David war es ein wichtiger Meilenstein, um politische Arbeit intensiver kennen zu lernen, sind doch beide bereits in der Parteijugend der Grünen engagierte Mitstreiter.

So war die Schnuppertour nach Kiel für alle Drei aufschlussreich: „Es gab Themen, da wussten wir besser Bescheid als im Landtag tätige Politiker“, erzählt Yella nicht ohne ein entsprechendes Lächeln. „Etwa beim Thema Einwanderungsrecht musste sich unser Gegenüber erst mal schlau machen.“ Vier verschiedene Arbeitskreise wurden angeboten: „Bildungssystem“, „Unterrichtsqualität“, „Ehrenamtliches Engagement, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt“ und „Inneres und Recht“. In Letzterem waren die Wedeler aktiv.

In den Arbeitskreisen wurden dann die Anträge von Einzelpersonen oder Gruppen erörtert, ausgearbeitet und dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt. Bei Zustimmung zu den Anträgen werden diese, je nach Zuständigkeit, weiter geleitet an Land- oder Bundestag. Im April 2014 findet ein Treffen zur Nachbesprechung statt. Bis dahin sollen die Antworten der Ministerien vorliegen.

Das jetzige Jugendparlament hatte viele Anträge zu diskutieren und beschert den Institutionen und Gremien reichlich Arbeit. So wird zum Beispiel gefordert, dass nicht nur – wie es schon geschehe – die Jugendorganisation von Linken vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sondern etwa auch die Junge Union (CDU-Jugend) – nach dem Motto „gleiches Recht für alle“.

Um unter den 100 Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren zu sein, die sich im Jugendparlament treffen, ist eine Bewerbung über die Internetseite des Kieler Landtags notwendig. Wer dann ausgewählt wird, kann drei Tage den Landtag und damit die höhere Polit-Ebene kennen lernen. Die Kosten übernimmt das Land, seit 25 Jahren. Solange besteht die Einrichtung.

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