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Wedel : Nach Mord an Mutter: Sohn soll in die Psychiatrie

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Frauenrechtlerin Hülya A. wurde im Mai in Wedel erwürgt und verstümmelt. Jetzt sind die Ermittlungen abgeschlossen.

Wedel | Im Mai ist in Wedel die 51-jährige Frauenrechtlerin Hülya A. getötet worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ihre Ermittlungen abgeschlossen. Nach Überzeugung der Ermittler hat der 29 Jahre alte Sohn der Frau seine Mutter erwürgt und anschließend mit einem Messer verstümmelt. Nach bisherigem Kenntnisstand sei der Mann jedoch schuldunfähig. Das habe das Gutachten einer Psychiaterin ergeben. „Ziel des Verfahrens ist die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung“, sagte Peter Müller-Rakow, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Am Tattag hatten Nachbarn die Polizei informiert, nachdem zahlreiche Angehörige der Getöteten vor deren Haus eingetroffen waren. Sie wussten anscheinend um die psychischen Probleme des Sohnes und hatten sich Sorgen gemacht, weil sie nicht auf Kontaktversuche reagierte. Güney A. wurde etwa 24 Stunden nach der Tat in Berlin aufgegriffen. Er war aufgefallen, weil er im ICE von Leipzig nach Berlin keine gültige Fahrkarte hatte. Bahnmitarbeiter übergaben ihn an die Bundespolizei. Vom Zentralgewahrsam der Polizei war er dann in eine Psychiatrie gebracht worden.

Im Hauptverfahren vor dem Landgericht Itzehoe muss nun geklärt werden, ob Güney A. tatsächlich schuldunfähig ist. Ein Termin steht nach Auskunft der Staatsanwaltschaft bisher noch nicht fest.

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erstellt am 21.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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