Nichts geht mehr am Geestrand : Nach Klage: Baustopp am Kirchstieg

Nach Tageblatt-Informationen geht die Klage von einem Anwohner aus.

Nach Tageblatt-Informationen geht die Klage von einem Anwohner aus.

Juristische Schritte gegen Baugenehmigung der Stadt für das Rehder-Projekt „Marschkieker“ eingeleitet.

shz.de von
23. Mai 2016, 12:00 Uhr

Wedel | Keine Bagger, keine Bauarbeiter, kein Lastverkehr: Am Geestrand zwischen Gau-Heim und Rudolf-Höckner-Straße, dem Wohnungsbaugrundstück Kirchstieg, wo eigentlich rege Betriebsamkeit herrschen sollte – nichts als Ruhe hinter Bauzäunen. Baustopp. Warum? Eine Klage, sagt die Gerüchteküche. Nachgefragt bei der Stadt. Die sagt dazu praktisch nichts – und doch etwas, nämlich mit der Begründung für das Schweigen. Er gebe keine Auskunft mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren, so Bauamtschef Klaus Lieberknecht. Und verweist sodann an den Bauträger – Rehder Wohnungsbau.

Dort bestätigt Junior-Chef Stephan Rehder, der maßgeblich das Projekt „Marschkieker am Kirchstieg“ geplant hat: „Wir haben uns entschieden, die Arbeiten vorübergehend zu unterbrechen, weil ein Verfahren im Raum steht.“ Eine Klage gegen die Stadt beziehungsweise die von ihr erteilte Baugenehmigung. Nach Tageblatt-Informationen geht sie von einem Anwohner aus.

Auch Rehder wollte sich eben angesichts des Verfahrensstands nicht weiter zur Sache äußern, sagte nur so viel: Er sehe das Projekt selbst durch die Entwicklungen nicht gefährdet. Die Unterbrechung sei jedoch ein Ärgernis für das Bauunternehmen und ziehe die Belastung für die Anwohner unnötig zeitlich in die Länge. Es sei bedauerlich, dass hier gegen ein Wohnungsbauvorhaben sinnfrei vorgegangen werde, so Rehder mit Verweis auf die notorische Wohnungsknappheit in Wedel und die Tatsache, dass auch ein Haus für 14 Parteien mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gebaut werde. Zum „Marschkieker“-Projekt zählen weiter 16 Eigentumswohnungen und ein Wohnprojekt. Insgesamt sind 40 Wohnungen geplant. Investitionsvolumen: zwölf Millionen Euro.

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