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Wedel : Nach erneutem schweren Unfall am Galgenberg - wie gefährlich ist die Kreuzung?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

85-Jährige an Ampel von Mitsubishi erfasst – Schädel-Hirn-Trauma und Rippenbrüche. Zweites Unglück binnen sechs Wochen.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Eine 85 Jahre alte Wedelerin ist am Dienstag gegen 12.30 Uhr an der Kreuzung Galgenberg/Feldstraße von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben erlitt die Frau ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, eine stark blutende Kopfplatzwunde sowie mehrere Rippenbrüche. Die Rentnerin wurde ins Klinikum Rissen gebracht.

Erst vor knapp sechs Wochen gab es an dieser Stelle einen Unfall mit sechs Verletzten. Wie berichtet musste eine Busfahrerin eine Vollbremsung hinlegen, da ihr ein Fahrzeug die Vorfahrt genommen hatte. Dabei wurden Fahrgäste durch den Linienbus geschleudert.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte die Seniorin Dienstag an der Fußgängerampel den Galgenberg überqueren, als eine Hamburgerin aus der Feldstraße links abbog und die Frau anfuhr. Das Unfallopfer prallte auf die Motorhaube und fiel laut Augenzeugen erst nach mehreren Metern Fahrt auf die Straße. Zwei Männer aus Wedel, die den Unfall mit ansehen mussten, eilten zu der Wedelerin, die am Boden lag und ansprechbar war. Sie alarmierten die Rettungskräfte und legten einen Druckverband an, um die Blutungen zu stoppen. Ein schneller und vorbildlicher Erste-Hilfe-Einsatz, so die Polizeibeamten am Unglücksort.

Zwei schwere Unfälle binnen sechs Wochen: Wie gefährlich ist die Kreuzung Galgenberg/Feldstraße? Laut städtischer Verkehrsaufsicht ist der Bereich nicht auffällig und kein Unfallschwerpunkt. Die stark, aber nicht übermäßig frequentierte Kreuzung sei übersichtlich, so Cornelia Wegner von der Stadtverwaltung auf Anfrage.

Dass es Unfallhäufungen gegeben habe, liege Jahrzehnte zurück und sei damals auf die Ampelschaltung zurückgeführt worden, sagte Wegner. Die Unfälle hätten sich nachts ereignet, als die Ampel ausgeschaltet waren. Dies habe man seinerzeit geändert. Wo jedoch menschliches Versagen Unfallursachen seien, könne schwerlich mit Gegenmaßnahmen reagiert werden.

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