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War es Brandstiftung? : Nach dem Feuer in der Wedeler Passage ermittelt jetzt die Kripo

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Großeinsatz im Wohn- und Geschäftstrakt hielt die Einsatzkräfte in Atem. Die Kripo schließt Brandstiftung nicht aus.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Es waren dramatische Meldungen, mit der denen die Feuerwehr Wedel am Mittwochabend alarmiert worden war: das Treppenhaus eines Wohn- und Geschäftsgebäudes an der Bahnhofstraße verqualmt, eine Person offenbar hilfesuchend auf dem Balkon. Kurz nach 21.30 Uhr rückten die ersten Kräfte zum viergeschossigen Südflügel der Wedeler Passage aus. Bald waren angesichts der Lage 39 Kräfte mit acht Fahrzeugen mobilisiert.

Am Einsatzort konnte schnell die Qualmquelle gefunden wurden: Kellerbrand. Glück für die Bewohner: Die Flammen loderten hinter einer feuerhemmenden Tür. Dies offenkundig schon längere Zeit, wie an der Verformung der Tür erkennbar war, so Feuerwehrsprecher Dennis Renk. Die Einsatzkräfte brachen die Tür auf und begannen unter schwerem Atemschutz mit den Löscharbeiten.

Evakuierung blieb Bewohnern erspart

Laut Renk hat die Tür nicht nur das Ausbreiten der Flammen, sondern auch eine stärkere Verqualmung verhindert. Günstig für die Löscharbeiten und die Sicherheit der Bewohner sei zudem gewesen, dass der Kellerbereich kaum belüftet war. „Sonst wäre die Lage brenzliger geworden“, so Renk – bis hin zu einer Evakuierung über Leitern. So habe die Einsatzleitung entscheiden können, dass die Menschen in ihren Wohnungen bleiben und dort betreut werden konnten.

Problematisch sei dagegen gewesen, dass der Keller fast komplett vollgestellt war, unter anderem mit vielen technischen Geräten. Um alle Brandnester ablöschen zu können, wurden der Verschlag komplett geräumt, alles ins Freie gebracht und dort nochmals mit Wasser benetzt. Das gesamte Gebäude sowie angrenzende Häuser wurden anschließend intensiv belüftet. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 5000 Euro. Zur Ursache hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen. Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei hofft daher auf Hinweise – auch von Menschen, die kurz vor Schließung in der Tiefgarage geparkt haben. Telefon: 04101-2020.

Laut Renk waren Brandbekämpfung und Nachlöscharbeiten in der erforderliche Schutzkleidung aufgrund der warmen Witterung sehr kräftezehrend. Die eingesetzten Kameraden seien daher regelmäßig abgelöst worden. Erst nach etwa drei Stunden konnte das letzte Fahrzeug den Einsatzort verlassen. Die Bahnhofstraße war ab der Einmündung Spitzerdorfstraße komplett gesperrt.

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