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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. August 2017 | 01:26 Uhr

Münchnerin managt die Marsch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Tina Varga-Schicht ist die neue Tourismus-Managerin im Elbmarschenhaus / Verantwortliche hoffen auf Kontinuität

„Wenn ich etwas anfange, dann mit Herz und Kopf“, sagt Tina Varga-Schicht. Seit gestern managt die gebürtige Münchnerin die Marsch. Für das Elbmarschenhausteam um Leiterin Edelgard Heim und Norbert Jaedicke, den Vorsitzenden des Vereins Tourismus in Marsch und Geest, ist die Wahl-Haselauerin ein absoluter Glücksgriff. Alle drei sind sich einig, was sie wollen: mit einer begrenzten Menge an Zeit und Geld viel bewegen.

„Das, was mich an der Region begeistert, möchte ich den Menschen nahebringen“, sagt Varga-Schicht. Insbesondere Tagestouristen möchte sie für die Marsch begeistern. Die Bauingenieurin qualifizierte sich zur Veranstaltungsfachwirtin und hat bisher als Projektleiterin und Medienberaterin gearbeitet.

Seit drei Jahren lebt Varga-Schicht mit ihrer Familie in Haselau. Ihr dreijähriger Sohn und ihre einjährige Tochter besuchen die Kita in Haseldorf. Für die Marschgemeinde hat sich die passionierte Reiterin und Volleyballspielerin nach einer gezielten Suche entschieden. Ihre Kinder sollten inmitten der Natur aufwachsen, sie selbst wollte aus dem Fenster blicken und die Schiffe auf der Elbe schippern sehen. Beide Wünsche sind in Erfüllung gegangen. Außerdem liege ihr der Menschenschlag. „Die sprichwörtliche Zurückhaltung der Norddeutschen ist mir nicht begegnet. Ich habe bisher ausschließlich offene und freundliche Menschen getroffen“, sagt der 37-jährige Veranstaltungsprofi.

Mit Varga-Schicht ist der Posten der Tourismusmanagerin nach dem Weggang von Almut Roos nach längerer Zeit wieder besetzt. „Wir haben immer zu wenig Geld“, fasste Jaedicke die Situation zusammen. Das knappe Buget bestimmt den Rahmen. Der Posten ist auf eine Halbtagsstelle beschränkt und wird vom Trägerverein des Elbmarschenhauses gezahlt. Der Kreis bezuschusst die Stelle mit 15  000 Euro. Die Mitgliedskommunen beteiligen sich mit einem geringeren Teil.

Gesucht wurde jemand, der sich der Herausforderung, viel in kurzer Zeit zu erreichen, mit Spaß und Engagement stellt. Es gab ein Dutzend Bewerber, acht wurden zum Vorstellungsgespräch gebeten. Varga-Schicht setzte sich durch. Die Nähe von Wohnort und Arbeitsstätte kommt beiden Partnern entgegen: Varga-Schicht freut sich, Berufstätigkeit und Kinderbetreuung „unter einen Hut“ bringen zu können.

Elbmarschenhausleiterin Heim und Tourismusvereinsvorsitzender Jaedicke hoffen nun auf Kontinuität. Denn die Halbtagstätigkeit hat sich in der Vergangenheit als Hindernis erwiesen. Die Vorgänger bewarben sich nach relativ kurzer Zeit weg auf lukrativere Posten. Varga-Schicht ist die fünfte Tourismusmanagerin seit Eröffnung des Elbmarschenhauses vor zehn Jahren.


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