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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. November 2017 | 14:18 Uhr

Mühlenteich: Absage für B 431-Ampel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neuer Vorstoß Verwaltung erachtet Überweg als „nicht notwendig“ /Landesbetrieb Straßenbau moniert fehlende Querungszahlen

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Seit Jahren steht sie ganz oben auf der Wunschliste zur Verbesserung des Radverkehrs in Wedel: die Ampel oder wahlweise ein Zebrastreifen zur gefahrlosen Qurung der B    431 am Mühlenteich in Höhe Jörg-Balack-Weg und Schulstraße. Mit einem Prüfauftrag hatten zuletzt im vergangenen Sommer Jugend- und Seniorenbeirat einen Vorstoß zur Realisierung unternommen. Jetzt steht das Ergebnis fest – die Überraschung bleibt aus. Die Verwaltung erteilt der Mühlenteichampel erneut eine Absage.

Der Entscheidung sei ein internes Abstimmungsgespräch mit Polizei, dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr als Straßenbaulastträger sowie der Verkehrsbehörde vorausgegangen, heißt es in einer Mitteilungsvorlage für den Planungsausschuss am kommenden Dienstag, 9. Mai. Die Aufstellung einer Ampel werde für nicht notwendig erachtet, heißt es in dem Papier. In ihrer Begründung verweist die Verwaltung vor allem auf die vorhandene Ampel in 185 Metern Entfernung kurz vor dem Bahnhof: „Die Schüler der Altstadtschule, die auf die Querung der B431 angewiesen sind, haben die Möglichkeit, die vorgenannte Ampel zu nutzen.“ Eine zusätzliche Ampel müsste laut Vorlage mindestens 20 Meter von der Einmündung der B431 in die Schulstraße entfernt aufgestellt werden. Damit würde sie noch näher an der vorhandenen Ampel beim Bahnhof stehen, so die Stadt.

Die Verwaltung stellt zudem fest, dass am Mühlenteich weder ein Unfallschwerpunkt noch eine überdurchschnittliche Fußgängerbündelung vorliege. Eine solche Bündelung aber sei Voraussetzung für Ampel und Fußgängerüberwege. Stadt wie Landesbetrieb verweisen außerdem darauf, dass die Geschwindigkeit im fraglichen Bereich auf der B431 bereits auf Tempo 30 reduziert ist. Der Straßenbaulastträger stellt darüber hinaus fest, dass es Zahlen zu Querungen von Fußgängern und Radfahrern fehlten. „Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ohne eine Quantifizierung der Fußgänger und Radfahrerströme eine belastbare Bewertung der Anfrage nicht möglich ist“, heißt es in dem auf Dienstag, 7. Februar, datierten Schreiben an die Stadt.

Zumindest ein keiner Trost bleibt für Radfahrer und Fußgänger: Die ebenfalls mehrfach gefordert Befestigung des Jörg-Balack-Wegs zwischen Riststraße und Caudry-Platz soll nun auf den Weg gebracht werden. Dem Bauausschuss wird für die kommende Sitzung ein entsprechender Baubeschluss vorgelegt. Demnach soll auf einer Breite von drei bis 3,5 Metern Betonsteinpflaster verlegt werden. Die Kosten beziffert die Stadt mit 100  000 Euro. Der Ausschuss tagt Donnerstag ab 18 Uhr in der Feuerwache.

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