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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 14:29 Uhr

Morgen herrscht Ausnahmezustand

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Blindgängerentschärfung Sperrzone mit 500-Meter-Radius von 12 bis 15 Uhr / 500 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 12:25 Uhr

Verdacht auf Kampfmittelfund: Kurz nach solchen Meldungen konnte in den vergangenen Jahren in Wedel stets Entwarnung gegeben werden – nicht so Mittwochnachmittag. Der Kampfmittelräumdienst hat den bei Bauarbeiten auf einem Grundstück an der Ecke Industriestraße  /  Tinsdaler Weg zweifelsfrei eine Weltkriegsbombe identifiziert. Jetzt steht fest: Der 250-Kilo-Sprengkörper mit zwei Zündern kann nicht abtransportiert, sondern muss vor Ort entschärft werden. Termin: morgen zwischen 12 und 15 Uhr. Das hat weitreichende Konsequenzen für den Südosten der Stadt.

Akut geht laut den Sprengstoffexperten keine Gefahr von dem Blindgänger aus, der Jahrzehnte dort lag, wo erst jüngst Geschäftsgebäude abgebrochen wurden. Die Bombe wurde gesichert, eine Entschärfung bewusst auf den betriebsarmen Sonnabend gelegt. Grundschule und die beiden Kitas in der 500-Meter-Sicherheitszone haben geschlossen, ebenso die meisten Unternehmen. Obwohl der Fundort im Gewerbegebiet liegt, erstreckt sich die Sperrzone dennoch auch auf Wohngebiete. Laut Stadt sind rund 500 Wedeler von den Maßnahmen zur Gefahrenabwehr betroffen. Sie müssen am Sonnabend bis 12 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Wer keine Unterkunft findet, wird vom DRK in der Mensa der Gebrüder-Humboldt-Schule, Rosengarten 18, betreut. Ab 10 Uhr ist die Aufnahmestelle betreut. Die betroffenen Bewohner werden heute auch durch Handzettel über die Evakuierungsmaßnahme informiert. Am Vattenfall-Heizkraftwerk muss lediglich der Betrieb auf der Halde eingestellt werden, der Meiler selbst kann weiterlaufen.

Gegen 13 Uhr soll die Entschärfung beginnen, spätestens 15 Uhr soll Einsatzende sein, sprich die Menschen können wieder in ihre Wohnungen. Auch der Verkehr, der ab 12 Uhr inklusive Buslinie 189 aus dem Sicherheitsbereich herausgenommen und umgeleitet wird, soll dann wieder fließen.

Die Stadt hat ein Bürgertelefon unter den Nummern (0  41  03) 70  72  40 und 70  72  41 eingerichtet. Dort erhalten Betroffene weitere Auskünfte und gegebenenfalls Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen.

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