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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 10:42 Uhr

Moorwegsporthalle länger dicht?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schimmelbefall Verwaltung will Schließung nutzen, um das alte Gebäude nachzurüsten / Heizungsanlage und Sanitärräume im Visier

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Die Sanierungsarbeiten in der Sporthalle der Moorwegschule gehen gut voran. Dennoch kann sich der Abschluss, der für Ende des Jahres anvisiert ist, über den Jahreswechsel hinaus verzögern. Die Stadt muss den Brandschutz in der Turnhalle, die noch aus den 1980er Jahren stammt, den aktuellen Anforderungen entsprechend nachrüsten. Zudem will die Verwaltung die Schließung nutzen, um das Gebäude auch energetisch zu ertüchtigen.

Kurz vor den Sommerferien war in der Schulsporthalle während einer Routineüberprüfung ein Wasserschaden entdeckt worden. Durch mehrere beschädigte Bodenhülsen, die für eine Verankerung von Stangen bis in drei Meter Tiefe sorgen, war Grundwasser eingesickert und unter den Hallenboden gelaufen. Die Folge: Schimmelbildung. Die Turnhalle musste sofort geschlossen werden.

„Mittlerweile ist alles raus“, berichtet Gisela Sinz-König, Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt, auf Nachfrage unserer Zeitung über den Stand der Arbeiten. Nicht nur der komplette Hallenboden ist abgetragen. Auch die Geräte und der Prallschutz an den Wänden mussten entsorgt werden. Die Halle ist inzwischen trocken. Dennoch gibt es mehr zu tun, als einen Boden wieder einzulegen und Sportgeräte wieder aufzustellen. Nachbesserungen sind in dem alten Gebäude dringend erforderlich.

„Die Halle erfüllt nicht mehr ganz die aktuelle Rechtssprechung“, erläutert Sinz-König den Zustand. Konkret bedeutet das, dass unter anderem Türen gemäß der Brandschutzbestimmungen ertüchtigt werden müssen. Darüber hinaus will die Verwaltung für eine energetische Sanierung die Heizungsanlage aufrüsten und LED Beleuchtung anbringen. „Die Sanitäranlagen würden wir auch gern machen“, fügt die Fachbereichsleiterin an. Das alles kostet natürlich zusätzliches Geld. Sinz-König schätzt die Ausgaben auf eine sechsstellige Zahl. Mit ihr muss sich die Politik beschäftigen. Die Verwaltung erarbeitet zurzeit eine Vorlage für die Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses im November.

Aber wieso werden die nicht zwingend notwendigen Baumaßnahmen nicht in die nächsten Ferien verlegt? Sie in einem Zug durchzuführen, sei sehr günstig, antwortet Sinz-König. Die Gewerke könnten im gewissen Rahmen gleichzeitig und nebeneinander arbeiten. Zudem sei die Koordinierung einfacher. Und auch wenn Schüler frei hätten, werde die Turnhalle genutzt, gibt die Fachbereichsleiterin zu bedenken, nämlich von den Sportvereinen. Die Moorwegschule hat in der Pestalozzischule ein Ausweichquartier für den Sportunterricht gefunden. Die Mädchen und Jungen werden wohl auch im neuen Jahr dorthingehen müssen.

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