Hetlingen/Wedel : Mitternacht kam der Bohrer

Mit einem Schwertransporter wurde die Tunnelbohrmaschine für den Dükerbau nach Hetlingen gebracht.
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Mit einem Schwertransporter wurde die Tunnelbohrmaschine für den Dükerbau nach Hetlingen gebracht.

Die Dükerbauarbeiten sind ins Stocken geraten. Schuld daran ist der anspruchsvolle Untergrund.

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20. Juni 2014, 16:00 Uhr

Hetlingen/Wedel | Lieferung um Mitternacht – vier Stunden früher, als geplant: Mit einem Schwertransport ist die Tunnelbohrmaschine für den Bau des neuen Elbedükers bei Hetlingen zur Baustelle gebracht worden. „Der Transport ist ohne Probleme abgelaufen und blieb für die Anwohner entlang der Transportroute weitgehend unbemerkt“, so Philipp von Bergmann-Korn, Sprecher der Betreiberfirma Gasunie Deutschland.

So reibungslos wie der Transport verliefen die Vorbereitungsarbeiten für die Bohrphase in den vergangenen Wochen nicht. „Wir sind im Zeitplan aus dem Takt geraten“, bedauert der Gasunie-Sprecher. Schuld daran seien Schwierigkeiten im Untergrund am Startschacht. „Das ist ein anspruchsvoller Untergrund“, erklärt von Bergmann-Korn. Wenn alles glatt läuft bei der Einrichtung des Bohrers, soll mit dem Bau des mehr als 1500 Meter langen, zwölf Meter unter dem Elbegrund verlaufenden Tunnels mit einem 3,1 Meter Außendurchmesser in etwa 14 Tagen begonnen werden. „Wir hoffen das sehr“, so der Pressesprecher.

Das dabei entstehende Bohrgut soll vor Ort bleiben, denn es wird später für die Verfüllung des alten Dükers benötigt. Auf zusätzliche Lärmbelästigung müssen sich die Hetlinger laut Gasunie nicht einstellen. „Das haben wir versprochen, dabei bleibt es auch“, so von Bergmann-Korn. Lob und Dank gibt es für die Hetlinger von Projektmanager Peter Arends: „Wir hatten gebeten, keine Autos an der Fahrtroute zu parken – alles hat prima geklappt.“

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