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Bürgerbeteiligung : Mitsprache bei Spielplätzen in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Schließung von sieben Spielplätzen steht zur Debatte. Jetzt sind die Eltern in Wedel gefragt.

Wedel | Den Spielplatz weiterhin Instand halten oder doch lieber zurückbauen? Das Areal als Grünfläche nutzen, auf der jeder frei spielen kann oder das Spielgelände so belassen? Das sind die Fragen, die Lothar Barop (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport, Annette Lomberg vom Fachdienst Bauverwaltung, Tief- und Gartenbau und die Stadtjugendpflegerin Kirsten Zinner beschäftigen.

Aber diese Entscheidung soll nicht allein gefällt werden: „Wir wollen uns informieren, was die Betroffenen davon halten und wie die Meinung bei den Bürgern dazu aussieht“, erläutert Barop die Öffentlichkeitsbeteiligung in einem solchen Projekt. Schließlich wüssten die Eltern und Kinder am besten, wie es auf den Spielplätzen aussehe, nutzten sie sie doch am meisten.

Daher stehen ab morgen im Wedeler Bauhof, Autal 39, zwei Pinnwände bereit, die Einsicht in die Pläne der Politik und Verwaltung gewähren. „Wir haben die einzelnen Spielplätze vorgestellt und auf einer Karte markiert, wo sie sich befinden. Darüber hinaus gibt es ein Buch, in dem Vorschläge und Kommentare gern niedergeschrieben werden können“, sagte Lomberg zur Auslage des Infomaterials.

Anhand von Punkten, die entweder beim roten oder grünen Entscheidungsfeld hingeklebt werden können, soll ein Meinungsbild entstehen. „In letzter Instanz ist es immer noch die Entscheidung des Rates, was passiert. Aber wir wollen die Bürger gern mitnehmen und von ihnen erfahren, was sie von dem Projekt halten“, ergänzte Barop.

Kommentare bis 16. Februar

Konkret geht es um sieben Spielplätze, die nach der Anhörung im Ratssaal vom 24. November des vergangenen Jahres nicht entsprechende Kriterien erfüllt haben. Darunter fallen die Spielstätten in der Reepschlägerstraße, an der Pferdekoppel, im Wiedkamp, im Hainbuchenweg, in der Straße im Grund, am Egenbüttelweg sowie im Rebhuhnweg. Diese Spielplätze hätten wenig Abnutzungszeichen aufgewiesen, erkennbar an den Sandkisten, den Fallschutzflächen unter Schaukeln und den Reckstangen sowie an der Abnutzung der Holzelemente. Daher seien sie zum Rückbau vorgeschlagen worden, erläuterte der Sozialdemokrat die Hintergründe.

Eines stehe dabei aber fest: „Diese Bereiche sind in den Bebauungsplänen als Spielbereiche gekennzeichnet. So soll das auch bleiben. Die Stadt will diese Flächen nicht anders kennzeichnen“, versicherte der Ausschussvorsitzende. Viel mehr ginge es darum, durch die Rückmeldung aus der Bürgerschaft Ideen oder Anreize zu sammeln, sagte Wedels Stadtjugendpflegerin Zinner. „Bereits jetzt haben wir schon ein paar Anregungen erhalten, wie etwa ein Bürgertreff auf grünem Grund“, sagte Lomberg.

Festes Ziel des Projekts: Eine große Teilhabe der Öffentlichkeit und verschiedene Anregungen. „Die nehmen wir dann zur Beratung in den Ausschuss mit“, sagte Barop. Voraussichtlich am 8. März soll auf politischer Ebene die Spielplatz-Thematik angesprochen werden.

Noch bis zum 16. Februar können Interessierte die Pläne im Bauhof in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis
16 Uhr einsehen und Kommentare dalassen. „Wir freuen uns auf die Rückmeldungen“, sagte Stadtjugendpflegerin Zinner.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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