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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 02:50 Uhr

Mitmachkonzert kommt gut an

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

St.-Marien-Kirche Volles Haus beim Familienkonzert von Kammerchor und -orchester / Für die Kinder gab es klingelnde Glöckchen

Weniger dramatisch dynamisch, aber dennoch gewohnt schwungvoll dirigierte Valeri Krivoborodov ein etwas anderes Weihnachtskonzert. Nicht Bachs getragenes, musikalisch hochanspruchsvolles Weihnachtsoratorium war diesmal in der Wedeler St.-Marien-Kirche zu hören, sondern ein schlichteres Programm mit bekannten weihnachtlichen Melodien.

Die Idee: Es sollte ein Konzert zum Mitsingen für Erwachsene und Kinder sein. Und tatsächlich stimmten viele Wedeler gemeinsam mit dem 50-köpfigen Kammerchor Wedel in der gut besuchten Kirche in die altbekannten Weihnachtslieder wie „O Tannenbaum“, „Ihr Kinderlein kommet“, „O du fröhliche, o du selige“ oder „Tochter Zion, freu dich“ ein.


Geschichten zum Lachen und Denken


Nach der Pause wurde das Konzert zusätzlich vom fröhlichen Gebimmel der Glöckchen begleitet, die Petra Fiebiger unter den Kindern verteilt hatte. Damit bei den Kleinen keine Langeweile aufkam, las die Wedeler Lehrerin außerdem während des Konzerts zwei weihnachtliche Geschichten vor, nachdenklich die eine, lustig die andere. Und die Kinder lauschten gespannt. Die Orchestereinstudierung lag wie immer in den bewährten Händen von Stefan Czermak.

Für besondere Glanzlichter sorgten diesmal die drei jungen Trompeter Alexander Flamm, Hans Lehmann und Julius Scholz, Studenten des renommierten Hamburger Professors Matthias Höfs. Als Solisten waren der Violinist Horea Crishan vom NDR-Philharmonie-Orchester und der Klarinettist Christian Seibold vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg zu hören. Eine Besonderheit dabei: Crishan spielte zwei Stücke auf der Panflöte. Zart und tänzerisch schwebten die Klänge von „El Condor pasa“ und „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus Mozarts Zauberflöte durch den Raum.

Wunderbar lebendig und differenziert intonierte Christian Seibold zwei Sätze aus dem dritten Konzert für Klarinette und Orchester von Carl Philipp Stamitz. Wie ein frischer Wind, leicht swingend, fein. Die Singfreude des großen Chors kam besonders gut beim energiegeladenen „Jauchzet, frohlocket“ aus Bachs Weihnachtsoratorium und beim fulminant geschmetterten „Halleluja“ aus Händels Messias zur Geltung. Insgesamt ein schönes Konzert, das die Herzen der Besucher erreichte.

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