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Kinder in Wedel : MIT will Betriebe in Betreuung einbinden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der MIT-Vorsitzende Christian Fuchs ruft Wedeler Unternehmen auf, sich in der Schulkindbetreuung zu engagieren.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf: Das hat nicht nur für Wedeler Eltern und auch für die Stadt Wedel hohe Priorität. Das treibt ebenso den Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) um. Christian Fuchs (Foto) schaltet sich jetzt mit einer Idee in die virulente Diskussion um Wedels Schulkindbetreuung ein.

Im Ringen um fehlende Betreuungsplätze – eine Elterninitiative hatte im Bildungsausschuss eine Lösung für 100 auf der Warteliste stehende Grundschüler angemahnt, die Verwaltung arbeitet als Prüfauftrag ein Finanzierungskonzept aus (wir berichteten) – will er die Betriebe einbinden: „Betriebliche Schulkindbetreuung ist für Unternehmen ein klarer Wettbewerbsvorteil im Kampf um qualifizierte Fachkräfte und deshalb eine Investition in die Zukunft“, stellt Fuchs klar.

Er fordert deshalb, dass Politik, Stadtverwaltung und Wirtschaft gemeinsam nach Wegen suchen. „Kleine und mittlere Unternehmen könnten sich ohne Weiteres überbetrieblich zusammenschließen, um eine gemeinsame Betreuung für die Kinder ihrer Mitarbeiter anzubieten“, so der Vorsitzende in einer Pressemitteilung.

Von einem betrieblichen Engagement hätten alle etwas: die Eltern, die Kinder und das Unternehmen. Wenn ein Elternteil in einem Unternehmen berufstätig ist, dann sollte die Kinderbetreuung nach Möglichkeit dort erfolgen, fordert Fuchs: „So entsteht ein soziales Klima, das die Mitarbeiter motiviert.“ Zudem werde die Identifikation mit dem Arbeitgeber erhöht. Gerade top ausgebildete Mütter hätten es häufig schwer, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Ihnen dabei zu helfen, schaffe ein gewaltiges Fachkräftepotenzial für den Mittelstand. „Jeder Betrieb, der diesen Schatz für sich sichern kann, wird davon profitieren“, erklärt Fuchs. Politik und Verwaltung müssten Unternehmen unterstützen, die diesen Weg gehen wollen. Für eine finanzielle Hilfe will Fuchs Fördermöglichkeiten von Land, Bund oder Europäischem Sozialfonds untersuchen.

Bei Fachdienstleiter Burkhard Springer läuft Fuchs mit seiner Idee der betrieblichen Einbindung offene Türen ein: „Es ist schon top, die Betriebe mit ins Boot zu holen“, sagt er. Die Frage sei allerdings: Wer und wie organisiert man das?

MIT-Vorsitzender Fuchs hat diesbezüglich konkrete Antworten parat: Finanziell, logistisch und mit unternehmerischem Know-how könnten die Betriebe aktive Hilfe leisten. Benötigt würden Personal, Räumlichkeiten und Bewirtung. Wenn kleinere Unternehmen sich in einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen, könnte diese einen externen Träger beauftragen, erklärt er. Stichwort: Outsourcing. Ist der Bedarf gering, wäre schon eine Tagesmutter sinnvoll. Die Stadt könne die Betriebe beraten oder auch als Vermittler helfen, so Fuchs.

Der Unternehmer geht übrigens mit gutem Beispiel voran. In seinem eigenen Absicherungsexpertenbetrieb hat Fuchs bereits eine Lösung in puncto Schulkindbetreuung gefunden. Eine Mitarbeiterin erledigt vormittags betriebliche Aufgaben und kümmert sich ab mittags um drei Schulkinder anderer Mitarbeiter inklusive Mittagessen und Hausaufgabenbeaufsichtigung. Fuchs: „Wir sind also ein Familienbetrieb mit individueller betrieblicher Schulkindbetreuung.“

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