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Havarierter Frachter in der Elbe : Mit Video: Schaulustige wollen „CSCL Indian Ocean“ sehen und sorgen für Verkehrschaos

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Das war der Wochenendausflug schlechthin: Alle wollten das Riesenschiff mit eigenen Augen sehen. Noch bis Dienstag soll es in der Elbe feststecken.

Großer Ansturm von Schaulustigen an der Elbe um die Hetlinger Schanze herum. Alle wollten den havarierten Frachter, die „CSCL Indian Ocean“, auf der Elbe sehen. Auf den Zufahrtsstraßen herrschte Stillstand. Mit dem Auto kamen die Schaulustigen nicht weiter. Schon kilometerweit vorher waren Feldwege zugeparkt. Menschenmassen pilgerten zum Elbdeich - und manch ein Anwohner hoffte auf das das große Geld durch teure Parkgebühren.

Parken? 10 Euro, bitte! Die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Parken? 10 Euro, bitte! Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Foto: Daniel Friedrichs

Unterdessen sind die Arbeiten zur Bergung erfolgreich weitergegangen. Inzwischen seien die 2000 Tonnen Schweröl der „CSCL Indian Ocean“ und fast 4000 Tonnen Ballastwasser abgepumpt worden, sagte ein Sprecher des Havariekommandos am Sonntag. Nun sollte noch der Rest der 700 Tonnen Gasöl abgepumpt werden.

Den Planungen zufolge soll das 150.000 Tonnen schwere und 400 Meter lange Schiff am Dienstag freigeschleppt werden. Das dann vom Neumond begünstigte höhere Hochwasser ist um 4.32 Uhr und ein weiteres am Nachmittag um 17.02 Uhr.

Videoquelle: Hans-Joachim Kölln/www.skybird-view.eu


Nach Angaben des Havariekommandos wurde der Grund um das Schiff am Wochenende von Baggern abgetragen. Auch am Sonntag waren Schwimmbagger und ein Bagger auf einem Ponton im Einsatz. Ziel ist es, das Schiff für den nächsten Abschleppversuch beweglicher zu machen.

 

So kam es zu der Havarie

Die „CSCL Indian Ocean“, die zu den größten Containerschiffen der Welt gehört, war am Mittwochabend nahe Stade auf Grund gelaufen. Ursache der Havarie ist nicht die Verschlickung oder die vermeintlich mangelnde Tiefe der Elbe, sondern ein Schaden an der Ruderanlage. Das Schiff war nach Angaben der Hamburger Polizei mit einem Tiefgang von etwa elf Metern auf dem Weg von Felixstowe nach Hamburg. Gegen 22.10 Uhr am Mittwochabend habe die Schiffsführung der Verkehrszentrale Brunsbüttel einen Ausfall der Ruderanlage gemeldet. Das Schiff lief auf Grund fest.

Zwei Versuche, den Schiffsriesen abzuschleppen, sind bereits gescheitert.

 

 

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erstellt am 07.Feb.2016 | 18:42 Uhr

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