Wedel : „Mit Pauken und Trompeten“

Ein musikalischer Abschied vom Jahr 2014: Jeff Alpert (Pauke, von links), Michael Turkat (Orgel), Alexander Gerzenberg, Michael Ohnimus und Isao Shibasaki (alle drei Trompete.
Ein musikalischer Abschied vom Jahr 2014: Jeff Alpert (Pauke, von links), Michael Turkat (Orgel), Alexander Gerzenberg, Michael Ohnimus und Isao Shibasaki (alle drei Trompete).

Mit einem ausverkauften Silvesterkonzert unter dem Titel „Mit Pauken und Trompeten“ in der Immanuelkirche hat sich Wedel vom Jahr 2014 verabschiedet.

shz.de von
02. Januar 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Kurz vor Beginn des festlichen Silvesterkonzertes in der Immanuelkirche an der Küsterstraße musste aus krankheitsbedingten Gründen noch schnell umdisponiert werde. Einen Tag vorher war eine gemeinsame Probe mit dem neuen Ensemble angesetzt worden und das traditionelle Konzert zum Jahresende unter dem Titel „Mit Pauken und Trompeten“ konnte wie angekündigt stattfinden. Alles kein Problem für die souveränen Profimusiker mit dem einfühlsamen Michael Turkat an der Orgel, dem taktgewaltigen Jeff Alpert (für Thomas Arp) an der Pauke und den drei absolut fantastischen Trompetern Michael Ohnimus, Isao Shibasaki und den für Ingo Noelle eingesprungenen Alexander Gerzenberg.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Organistin und Kantorin der Immanuelkirche Susanne Krau, erklang in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche von der Empore ein im wahrsten Sinne des Wortes musikalisches „Feuerwerk“. Die Musiker eröffneten das Konzert – es wurde 2007 vom „Verein für den Wiederaufbau des 1943 zerstörten Kirchturms“ der Rolandkirche (seit wenigen Jahren die Immanuelkirche) ins Leben gerufen – mit der Ouvertüre der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759). Im Wechsel mit dem Zusammenspiel von Orgel, Blechbläsern und Pauke, wurden von Turkat beeindruckend Solowerke für die Orgel zu Gehör gebracht. So etwa die „Toccata e-moll“ von Carlos Seixas (1704-1742), von Guillaume-Antoine Calvière (1695.1755) das „Morceau pour L’Élévation“ oder von Louis-Nicolas Clérambault aus der „Suite du deuxième ton“ Duo-Trio-Basse de cromorne-Flutes-Résit de Nazard.

Einfach großartig waren die von allen Instrumenten gemeinsam gespielten Werke von Johann Sebastian Bach-wie etwa „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, die von Johann Melchior Molter gewaltige „Sonata Grossa in D-Dur oder das zum donnernden Abschluss wieder von Händel aus der Feuerwerksmusik gespielte Menuette eins und zwei mit Bourée-La paix und La réjouissance. Die große Begeisterung des Publikums wollte die Musiker aber ohne eine Zugabe nicht ins neue Jahr ziehen lassen.

Das Silvesterkonzert wurde beendet mit dem passenden Choral von J.S. Bach: „Laß uns das Jahr vollbringen“.

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