Shakespeare spontan in Wedel : Mit Musik und ohne Drehbuch: Shakespeare spontan

Jannis Kaffka am Keybord.
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Jannis Kaffka am Keybord.

Die Gruppe „Hidden Shakespeare“ aus Hamburg begeisterte mehr als 100 Zuschauer anlässlich der Festwoche zum Jubiläum 700-Jahre Kirchspiel.

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10. Juni 2014, 16:30 Uhr

Wedel | Im Rahmen der Festwoche zum Jubiläum 700-Jahre Kirchspiel haben am vergangenen Freitag mehr als 100 begeisterte Besucher in der Christuskirche Schulau die Kunst des Improvisationstheaters erlebt und mitgestaltet. Die Gruppe „Hidden Shakespeare“ aus Hamburg war der Einladung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) nach Wedel gefolgt. „Wir wollten uns selber ein Geschenk machen und nach den schweren Themen, etwas befreiend Heiteres in unser Programm aufnehmen“, erklärte Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock.

Bei dem Ensemble mit den Schauspielern Rolf Claussen, Mignon Remé, Torsten Neelmeyer, Kirsten Sprick, Frank Thomé und dem Musiker Jannis Kaffka am Keyboard gibt es kein Drehbuch, keinen Regisseur und keinen Souffleur. Jede Handlung und Geste, jeder Dialog, die Lieder und spontanen Texte mit der freien Begleitung am Piano sind einmalig. Sie entstehen aus dem Augenblick heraus und erfordern ein hohes Maß an Konzentration, Kreativität und Spontaneität. Ohne Netz und doppelten Boden agierten die erfahrenen Künstler Jongleuren gleich, welche die zugeworfenen Worte aus dem Publikum auffingen und daraus eine hinreißende Geschichte machten. Wie Zauberer zogen sie eine Überraschung nach der anderen aus dem Hut und balancierten Seiltänzern gleich über den schwierigen Grat von umwerfend lustiger Situationskomik und ernsthaften Aspekten.

In Schulau war die Kirche der einzig vorgegebene Begriff an diesem spritzigen Abend. Aus dem Publikum kam etwa die Beschreibung eines auf dem Dachboden entdeckten alten Gemäldes. Die Gäste machten fröhlich mit, konnten von Herzen lachen und nicht enden wollender Applaus am Ende bezeugte einen rundum gelungenen Abend.

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