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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. August 2017 | 00:55 Uhr

Mit Leidenschaft für das Licht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vernissage Kunstschau „Unter Anderem…“ im Rathaus eröffnet / Kulturforum stellt Bilder von Ursula Wientapper aus

Ketten, Kräne und Container: Die Schenefelder Künstlerin Ursula Wientapper bringt ihre ganz spezielle Sichtweise von maritimen Motiven auf die Leinwand. Viele der Bilder ihrer aktuellen Ausstellung sind bei Wanderungen durch Hamburgs Hafen und die Hafencity entstanden. Die Bilder wurden nun während einer gut besuchten und vom Kulturforum initiierten Vernissage im Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt.

In ihrer Laudatio hob Künstlerfreundin Marianne Elliott-Schmitz hervor, dass der Ursprung zu Wientapppers Sujet in Kindheit und Jugend zu suchen sei. Die in Kiel geborene Malerin habe von Kindesbeinen an viel Zeit am Wasser verbracht und später sogar als Schleusenhelferin gearbeitet.

Mit Skizzenblock und Fotoapparat ausgerüstet ziehe es sie bei ihrer Motivsuche immer wieder ans Wasser, sagte Elliott-Schmitz. Mit kundigem Blick und Begeisterung fürs Neue entdecke sie dabei das Besondere im Alltag. Und dass dabei detailgenaue Ansichten und Ausschnitte vom großen Ganzen entstünden, sei insofern kein Zufall.

Die aktuellen Bilder Wientappers sind in Acryl auf Leinwand gemalt. „Es ist toll, wie sie noch die kleinsten Kleinigkeiten in ihren Bildern herausarbeitet“, sagte Maren Rossow, Besucherin der Vernissage. Der Halstenbekerin gefielen die kleinformatigen Bilder besser als frühere Werke Wientappers. Diese seien ihr zu düster gewesen. In Wientappers Bildern spiele Licht immer eine große Rolle.

Darauf wies auch Elliott-Schmitz hin und sprach von der großen Leidenschaft der Künstlerin für dieses Element. Sie male oft wie im Farbenrausch, verwende nicht einmal Pinsel und schaffe so weichste Übergänge, subtile Nuancen, aber auch krasse Brüche. Das Licht in ihren Bildern sei wie ein Zauber, der die Motive zum Leben erwecke.

Auf den Bildern sind industrielle Maschinen wie auch engmaschige Netze und durchbohrte Planken zu entdecken. „Wunderschöne Farben, wunderbare Formen“, urteilte Regina Plock aus Halstenbek, die selbst auch malt und schon mehrfach mit Wientapper auf Motivstreifzügen unterwegs gewesen ist. Besondere Freude empfände sie bei der Schau, wenn sie Details entdecke, von denen ihr die Künstlerin bisher nur erzählt habe.

Insgesamt 65 Exponate umfasst die Ausstellung. Sie ist noch bis zum 9. Januar zu sehen. Das Rathaus ist immer montags bis mittwochs von 9 bis 16 Uhr, donnerstags von 9 bis 19 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

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von
erstellt am 02.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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