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Der Bahnhof im Visier : Mit Fördermitteln zu Bike & Ride?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedel klinkt sich in Landesprogramm zu Planung und Bau von Fahrradabstellanlagen ein.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 14:00 Uhr

Wedel | Neue Hoffnung in altbekannter Problemlage: Wedel hat sich in das Förderprogramm des Landes Schleswig-Holstein zur Errichtung von Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen eingeklinkt. Und nach Einschätzung der Verwaltung hat die Rolandstadt beste Aussichten, von den bereitgestellten Mitteln zu profitieren. „Wir passen genau in den Fördermodus“, sagte gestern Bauamtschefin Gisela Sinz-König auf Tageblatt-Anfrage.

Sie zeigte sich begeistert von dem Programm, weil über den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH NAH.SH auch die Planung beauftragt und zu 100 Prozent finanziert werde. Eine große Erleichterung, weiß Sinz-König, die ein solches Projekt bereits mit deutlich weniger Hilfestellung für die Kommune Halstenbek begleitet hat.

Was das Prozedere angeht, hat die Verwaltung noch vor der Sommerpause ihre Hausaufgaben gemacht: Die Anträge sind vor Fristablauf Ende Juli abgegeben worden. Laut Sinz-König war auch bereits ein Planer vor Ort, um die Ist-Situation zu erfassen. Und die ist bekanntlich alles andere als befriedigend: Abstell-Chaos vor dem Bahnhofseingang. Überdachte Stellplätze Richtung Wohnanlage An der Au, die vielen Nutzern viel zu weit weg sind. Abschließbare Radboxen in der Tiefgarage in kaum zumutbarem Zustand, die zuletzt zudem von eindringender Feuchtigkeit heimgesucht wurden. Dieses Thema werde die Stadt gesondert angehen und zunächst noch weiter Ursachenforschung beim Wasserproblem betreiben, so die Bauamtschefin. Der Standort Tiefgarage ist mithin bei dem Fördervorhaben ausgeklammert. Es gehe um ebenerdige Abstellmöglichkeiten, so Sinz-König. Noch in diesem Jahr erwartet sie beschlussreife Konzepte, die auch die Situation am Bahnhofsvorplatz berücksichtigen. Die gehen dann in die Politik.

Weiterer komfortabler Faktor für die Stadt, die auf ein Millionendefizit beim kommenden Haushalt zusteuert (wir berichteten): Auch für den größten Teil der Baukosten stehen Fördertöpfe bereit. 75 Prozent der Kosten würde ebenfalls das Land tragen. Bis zur Hälfte der für Wedel verbleibenden 25 Prozent übernimmt zudem die Metropolregion Hamburg. An Wedel blieben somit lediglich 12,5 Prozent der Baukosten hängen.

Die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH GmbH) mit Sitz in Kiel organisiert im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein als Aufgabenträger den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Im Verkehrsverbund wirken Kreise, kreisfreie Städte und das Land Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Ziel, einen modernen und wirtschaftlichen Nahverkehr auf Schiene und Straße zu entwickeln. Die Bahn- und Busunternehmen sind Partner des Verbundes.Nach eigener Aussage ist Ziel der NAH.SH, mit einem attraktiven Angebot mehr Fahrgäste für den öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein zu gewinnen. Seit Gründung im Jahr 1995 ist die Nachfrage laut NAH.SH landesweit um rund 40 Prozent gestiegen.Gesellschafter der NAH.SH GmbH sind das Land Schleswig-Holstein und die 15 Kreise und kreisfreien Städte.
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