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Yachthafenfest Wedel : Mit dem U-Boot auf Tauchfahrt

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das dreitägige Yachthafenfest an der Wedeler Deichstraße lockt mehrere tausend Besucher in die Rolandstadt.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Wenn Kapitän Kosto die Luken seines Unterseeboots „Amphinaut I“ schließt, wird es plötzlich ganz still in dem engen Fahrzeug. Doch dann fängt der Seemann an zu erzählen, und es beginnt eine Reise zur Tiefe des „Wedeler Ozeans“, die die Passagiere nicht so schnell vergessen werden. Und wenn das U-Boot mitsamt seinen Insassen wieder auftaucht, erhält jeder Fahrgast eine Urkunde mit dem „Tiefsee-Tauch-Diplom“.

Die abenteuerliche Fahrt mit dem grünen Unterseeboot war zwar nur eine Animation und eine „Trockenübung“, aber trotzdem eine der größten Attraktionen beim traditionellen Yachthafenfest. Eingeladen hatte die Hamburger Yachthafengemeinschaft, deren Bootshallen und Liegeplätze an der Wedeler Deichstraße beheimatet sind. „Wir sind mit etwa 60 Helfern im Einsatz“, sagte Vereinsmitglied Christopher Spenner, der die dreitägige Sause zum vierten Mal in Folge organisiert hatte.

Los ging es am Freitagabend mit einer Riesen-Party für Jung und Alt in der Bootshalle 2, bei der Discjockey Stephan Nanz die Scheiben auf den Plattenteller legte und die Cover-Band „Boerny & die Tri-Tops“ die mehr als 1000 Besucher mit Hits aus den 1960er bis 1980er Jahren auf die Tanzfläche lockte. Langschläfer, die sich am nächsten Tag auf dem Flohmarkt die ersten Schnäppchen sichern wollten, mussten den Wecker stellen, denn der Basar startete bereits am frühen Sonnabendmorgen. Viele Händler hatten überwiegend Utensilien und Waren aus der maritimen Welt mitgebracht. Sogar einige kleine Segeljollen gehörten zur Angebotspalette.

Eigentlich sollte der schwergewichtige Musiker aus der TV-Sendung „Big Brother“, „Big Harry“ mit seiner „Brotherband“, tagsüber aufspielen. Doch zum Bedauern von Organisator Spenner war der Barde nicht erschienen. Kurzerhand wurde „Seemann Loschi“, ein Akkordeonspieler und Sänger, engagiert, der die Besucher mit Shanties unterhielt. Zum Familienfest hatten die Veranstalter vor allem für Kinder zahlreiche Aktionen und Aktivitäten vorbereitet. Bei Piratenbraut Jacky durften sich die Mädchen und Jungen als Seeräuber verkleiden und aus Plastikflaschen Buddelschiffe basteln. Vor der Bootshalle waren eine Bungee-Anlage sowie ein Bassin, in dem die Kinder in großen durchsichtigen Plastikbällen über das Wasser laufen konnten, aufgebaut worden.

Zwölf Maler aus der Region hatten Bilder mit maritimen Motiven ausgestellt. Eine davon war die Rissenerin Angelika Kahl, die sich dem impressionistischen Naturalismus, wie sie sagt, verschrieben hat. Bewundert wurden außer den Bildern auch die Holzmöbel des Wedeler Künstlers Habib Wahdat, der die Stücke teilweise aus Strandgut von Nord- und Ostsee sowie der Elbe anfertigt.

Stargast am Sonnabendabend war der frühere Neue-Deutsche-Welle-Sänger Markus, der selbstverständlich auch sein bekanntestes Lied „Ich will Spaß“ zum Besten gab. Für Stimmung sorgten ebenfalls die Combos „Franny an the Fireballs“ und „Suzie and the Seniors“. Gestern Vormittag startete das Yachthafenfest mit einem Seglerfrühstück und einem Jazzfrühschoppen mit Addi Münsters „Old Merry Tale Jazzband“.

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