zur Navigation springen

MIT-Chef Christian Fuchs: „Bürgerentscheid wäre eine Farce“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2014 | 10:11 Uhr

„Wo nichts ist, brauchen wir nichts zu entscheiden“, sagt Christian Fuchs , Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung MIT in Wedel. Fuchs, der auch für die CDU im Stadtrat sitzt, hält einen Bürgerentscheid zum Wedeler Kraftwerk aktuell für überflüssig. Wie berichtet soll der Rat morgen einen Termin für den Entscheid festlegen – „obwohl sich die Rahmenbedingungen völlig verändert haben“, so Fuchs. Schließlich sei derzeit völlig unklar, ob das geplante Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) tatsächlich jemals gebaut wird.

Vattenfall hat eine Entscheidung bis Ende 2015 angekündigt. Aus Sicht des MIT-Vorsitzenden ist dieser Aufschub ein deutlicher Hinweis, dass der Standort Wedel in den Plänen des Unternehmens eine untergeordnete Rolle spielt. „Deshalb wäre ein Bürgerentscheid reine Zeit- und Geldverschwendung.“ Rund 32 000 Euro würde es die Stadt kosten, diesen zu organisieren und durchzuführen. „Und das alles, um über ein Projekt abzustimmen, von dem keiner weiß, wie es aussieht oder ob es überhaupt kommt“, kritisiert Fuchs.

Nach seiner Auffassung wäre es unter diesen Umständen völlig unverständlich, wenn die Bürgerinitiative (BI) „Stopp! Kein Mega-Kraftwerk Wedel“ trotz allem am Bürgerentscheid festhält. „Unter den derzeitigen Vorzeichen wäre eine solche Veranstaltung eine Farce“, so Fuchs. Darauf zu bestehen, hieße die Realität zu verkennen und wider besseren Wissens Steuergelder zu verpulvern.

Fuchs appelliert nun an die BI, zusammen mit Politik und Verwaltung nach der besten Lösung für die Stadt zu suchen. „Das geht nur gemeinsam“, betont er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen