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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:15 Uhr

Mit Charme und warmem Klang

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Premiere Kantor Mitsuhiro Ikenoya und Pianistin Ritsuko Riedl präsentieren den neuen Blüthner-Flügel / Weitere Spenden erwünscht

Schön, schwarz und glänzend stand er im Sonnenlicht, das durch die bunten Kirchenfester schien: der neue Flügel der Kirchengemeinde Moorrege-Heist. Kantor Mitsuhiro Ikenoya präsentierte ihn stolz bei einem Konzert seiner Benefizreihe „Klavier plus 1“. Viele Freunde und Fans kamen, um die Premiere des Instruments mitzuerleben.

War es der warme Klang des neuen Flügels oder der Charme von Ikenoya? Die Atmosphäre in der Moorreger St. Michael Kirche war jedenfalls eine ganz besondere. Das „plus 1“ stand für eine Klavierbegleitung durch Holzblasinstrumente. Ikenoya begleitete Pianistin Ritsuko Riedl mit Querflöte, Klarinette, Sopransaxofon und Altsaxofon. Gemeinsam brachten sie bekannte und unbekannte, aber dem Anlass entsprechend fröhliche Werke von Johann Sebastian Bach, Emile Rene Noblet, Robert Schumann, Astor Piazzolla, Sergei Rachmaninow und Leonard Bernstein zu Gehör.

„Wir wollen es ganz, ganz locker angehen“, kündigte Ikenoya in seiner Begrüßung an – und das tat er auch. Ganz nebenbei nahm er die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Musikgeschichte und gab Klangproben von der einfachen Sechs-Loch-Bambus Flöte bis zur modernen Querflöte mit Klappen und komplizierter Mechanik. Das Premierenpublikum ließ sich begeistert mitnehmen.

Für Ikenoya ist mit der Anschaffung des Flügels ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Seit sechs Jahren wirkt er an St. Michael. Das Klavier, das ihm bisher zur Verfügung stand, war in die Jahre gekommen und ist inzwischen in das Gemeindezentrum umgezogen. Der Flügel kommt im Gottesdiensten, bei Konzerten, Proben und Auftritten des Kinderchors, anderer Chöre und der Band der Kirchengemeinde zum Einsatz. „Der warme Klang des Flügels erfüllt den Kirchenraum“, schwärmte Ikenoya.

Die Konzertreihe „Klavier plus 1“ hat Ikenoya entwickelt, um den Kauf zu ermöglichen. Jetzt ist der Flügel da, die 10  000 Euro, die er kostete, sind aber noch nicht eingespielt. Deshalb freuen sich der Initiator und seine Unterstützer über weitere Spenden. Bei dem Instrument handelt es sich um einen 100 Jahre alten Flügel des renommierten Herstellers Blüthner, der generalüberholt wurde.

Vor Konzertbeginn sprach Pastorin Maria von Bar, die das Projekt Flügelkauf unterstützte, einleitende Worte. Die Einladung, sich den Flügel mit seinem Resonanzboden und seinen Saiten aus der Nähe anzusehen, nahmen die Besucher gern an.

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