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Ars Secumaris : Michèle Schröder und Stefan Matthewes in Holm

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Michèle Schröder und Stefan Matthewes treten mit „I hate music“ in der Reihe Ars Secumaris in Holm auf. Spenden für Kekk Cares.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Holm | „Ich bin gespannt, was uns heute erwartet. Musiksalafisten? Hassmusik? Wir werden uns überraschen lassen“, sagte Jan-Ulrich Bernhardt, geschäftsführender Gesellschafter der Holmer Firma Bernhardt Apparatebau. Michèle Schröder und Stefan Matthewes traten im Rahmen der Konzertserie „ars secumaris“ im Foyer des Rettungswesten-Herstellers auf. Titel des Konzerts: „I hate Music.“

„Schön, dass sie unserem Ruf gefolgt sind und nicht dem meiner Tochter“, scherzte Bernhardt beim Blick auf das komplett gefüllte Foyer. Einige Besucher mussten mit den Treppenstufen vorlieb nehmen, da die Sitzplätze nicht mehr ausreichten. Trotz eines eigenen Konzerts im Musikzentrum Schulauer Hof in Wedel hatte Julia Bernhardt es sich nicht nehmen lassen, in das Konzert einzuführen. „Ich bin froh, dass sie aber auch lieber zu uns gekommen ist“, witzelte Jan-Ulrich Bernhardt und ergänzte lachend: „Sie hat sich für das bessere Konzert entschieden.“

Die beiden Konzertpianisten hatten ihr kabarettistisches Programm aus einer Laune heraus entwickelt. Auslöser war der Tod des 2011 verstorbenen Kabarettisten, Dichters, Pianisten und Sängers Georg Kreisler. Der geborene Österreicher, der 1943 in die USA emigrierte, glänzte zu Lebzeiten vor allem durch seinen Sprachwitz und kombinierte klassische Musik mit oft satirischen, pointenreichen und auch bissigen Texten.

Während Kreisler als Alleinunterhalter auftrat, teilten sich die beiden Hamburger Musiker, die unter anderem die Konzertreihe Bunkerrauschen in der Hansestadt organisieren, die Aufgaben. Matthewes spielte Klavier während Schröder die oft sehr anspruchsvollen Texte zum Besten gab.

„Leben eines Musikers, „Alltagsprobleme“ und „Liebe“ hatten die beiden Musiker als die drei Kernthemen ihres Auftritts definiert. Mit den Kreisler-Stücken „Der Karajanskopf“, „Das Triangel“ sowie „I hate Music“ von Ramses Shaffy begeisterten die Musiker im ersten Block. Dann wurden die klassischen Bühnenkostüme gegen legere Jeans getauscht. Und Alltagsprobleme wie die Verwandtschaft oder körperliche Ertüchtigung abgehakt. Bei „Sport ist gesund“ sang das Publikum lautstark mit.

Mit „Der Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“ sollte das Konzert eigentlich enden. Doch zwei Zugaben wurden gefordert und auch geliefert. „Das Hirn ist jetzt leer“, musste Matthewes eine weitere Zugabe ablehnen. „Das war einmalig“, freute sich Jan-Ulrich Bernhardt und auch seine Tochter war sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Die Spenden der Besucher, für die der Eintritt kostenlos war, kommen der von zwei Holmerinnen gegründeten Initiative Kekk Cares zu Gute. Sie vermittelt an Familien mit einem krebskranken Elternteil Familienpaten.

Kekk Cares ist ein einzigartiges Projekt, das gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Pinneberg als Träger eine zügige und unkomplizierte Familienhilfe nach der Diagnose Krebs eines Elternteils anbietet. Das Team kümmert sich schnell und präzise um einen passenden Familienpaten. Diese ehrenamtlichen Paten werden sorgfältig ausgewählt und in einem gemeinsamen Kennlerntreffen der betroffenen Familie vorgestellt. Wenn die Voraussetzungen stimmen, werden zusammen die Bedürfnise ermittelt und der Familienpate kann seine Arbeit starten. Initiatorinnen sind Dörthe Bräuner, Telefon 0151-22726347 und Leena Molander 0151-22724906.
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