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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Holm : Menschen und Maritimes

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Anja Badners stellt unter dem Titel „Betrachte den Moment“ bei Secumar aus. Die Räume sind bis 2023 ausgebucht.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 14:45 Uhr

Holm | „Betrachte den Moment“ überschreibt Anja Badners ihre Ausstellung in der Secumar-Zentrale im Bredhornweg 39. Gezeigt werden Acrylmalereien auf Leinwand, Bilder auf Papier und Experimentelles auf Metallplatten. Ihre Motive: manchmal Menschen und oft Eindrücke aus der maritimen Welt – in einigen Werken ganz realistisch wiedergegeben, in anderen abstrakt. Bis zum 15. Dezember sind die rund 60 Arbeiten während der Bürozeiten des Unternehmens montags bis donnerstags von acht bis 16.30 Uhr und freitags bis 13.30 Uhr zu betrachten. Und natürlich gibt es sie auch zu kaufen. Die Preise befinden sich zwischen 120 bis 1800 Euro. Gabriele Winter erwarb noch während der Vernissage ihr viertes Badners-Bild.

Ein äußerst kunstsinniges Publikum füllte an diesem Abend die hellen Firmenräume. Für viele gab es nur noch Stehplätze, als Marianne Gehrke vom „Offenen Atelier“ Quickborn ihre einfühlsame Laudatio auf die Künstlerin vortrug. Danach verteilte sich die Menge. Anne Fink von Secumar hatte für eine weitläufige, großzügig und übersichtlich angelegte Schau auf mehreren Ebenen gesorgt. So gab es für alle genügend Platz und Muße, der Aufforderung, „Betrachte den Moment“ Folge zu leisten.

Es liege in der Hand des Künstlers, dem Moment einen Inhalt zu geben, aber erst die Ergänzung im Erlebnis des Betrachters, das „Gespräch“ zwischen Bild oder Objekt und Besucher, komplettiere den Blick auf den Moment, gab Gehrke den Besuchern zu bedenken, ehe sie sich auf ihren Rundgang begaben.

Denn: Die heutige Aufgabe der Kunst sei es, zu neuem Denken anzuregen. So lautete eine grundsätzliche Feststellung der Referentin. Und Gehrke prophezeite ihren Zuhörern: „Wenn Sie heute Abend nach Hause gehen und sagen: So habe ich das noch nie gesehen oder gedacht, dann haben Sie sich dafür geöffnet, das dahinter liegende zu erkunden.“

Ausstellungen bei Secumar gibt es seit 2005. Die Initialzündung dazu sei vom Kulturverein Holm gekommen, erinnerte sich Juniorchef Benjamin Bernhardt. Dessen Abordnung habe bei der Einweihung des neuen Firmensitzes sofort das künstlerische Potential der „schönen, großen, weißen Wände“ erkannt. Inzwischen habe die Veranstaltungsserie unter dem Namen Ars Secumaris in der Welt der Künstler eine solche Anziehungskraft entwickelt, dass schon alle Termine bis 2023 ausgebucht seien, ergänzte Fink. Eine erfreuliche Genugtuung auch für den Chef des Hauses Jan-Ulrich Bernhardt, der diese wie alle früheren Ausstellungen feierlich eröffnet hatte. Seine Schwiegertochter Julia Bernhardt und ihre Schülerin Julia Alicia Blum gaben dem Abend am Klavier und mit Gesang die musikalische Umrahmung.

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