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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 17:25 Uhr

JRG Wedel : Mensabetrieb verzögert sich

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Anbau wird zehn Monate später fertig. Essenausgabe erst nach den Herbstferien. Eltern versorgen Schüler.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Wedel | Berlin hat den Flughafen, Hamburg die Elbphilharmonie und Wedel die Mensa des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG). Zumindest deren Bauverzug legt den Vergleich nahe. „Die Fertigstellung des Neubaus hat sich erheblich verzögert, damit ist auch die Küche nicht betriebsbereit“, heißt es nun auf der Internetpräsenz der Schule. Sind damit auch Auswirkungen auf die Kosten verbunden? „Die Kosten belaufen sich weiterhin auf zirka 5,5 Millionen Euro“, sagt Regina Flesken vom Fachdienst Gebäudemanagement.

Der Anbau Am Redder 8 sollte ursprünglich Ende vergangenen Jahres fertig sein. Der Mensabetrieb sollte laut Flesken etwas später – zum aktuellen Schuljahr – starten. Noch im Juli bestätigte Jens Zwicker, Fachdienstleiter Gebäudemanagement, auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Mensa mit dem neuen Schuljahr eröffnet werde.

Die Mensa soll außerdem als Aula und Veranstaltungsraum genutzt werden. Die Entlassungsfeier für die Abiturienten war dort geplant. Und wurde in den Schuppen 1 verlegt. Laut Stadt sei der Hauptgrund für die rund zehn monatige Verspätung: Die Fassaden-Firma, die seit Baubeginn im Herbst 2012 beauftragt war. Sie meldete im Sommer 2013 Insolvenz an, erklärt die Stadt. Die Folge: Baustopp. Eine neue Firma musste beauftragt werden. Eine neue Ausschreibung und abermals neue Angebots- und Lieferfristen verlangsamten die Arbeiten. Eine Ersatzfirma sei zwar schnell eingesprungen. Eine erneute Bauverzögerung konnte dadurch jedoch nicht verhindert werden. Und auch dieses Jahr gab es wieder Probleme. Die Sommerferien führten zu späteren Lieferungen. „Ganz Deutschland hatte quasi sechs Wochen Betriebsferien“, so Flesken.

Aktueller Stand der Bauarbeiten: „Der Fußboden ist fertig. Nun wird er abgedeckt, damit die anderen Bauarbeiten vorangehen können.“ Die Bühne steht, die Schulküchen fehlen allerdings noch, genauso wie die „komplette Innenausstattung“, so Flesken.

„Die Situation ist wie sie ist“, so die stellvertretende Schulleiterin Anke Kjer am Tageblatt-Telefon. Die Nahrungsmittelversorgung habe sich nicht realisieren lassen. Der Caterer, die „Elbmenschen“ aus Wedel, habe derzeit keine Kapazitäten zum Zubereiten und zur Lagerung seiner Produkte. Deswegen hat sich der Schulverein darum bemüht an beiden langen Schultagen, Montag und Donnerstag, ein umfangreicheres Essens-Angebot bereitzustellen.

„Die Situation ist natürlich nicht optimal. Für uns steht es aber momentan im Vordergrund, eine gute Lösung zu finden“, sagt der Vorsitzende vom JRG-Schulelternbeirat René Penz. Man hoffe darauf, dass die Räumlichkeiten nach den Herbstferien nutzbar sind. Ansonsten sei es mit der Geduld dann aber auch langsam vorbei. „Wir ziehen gerade alle an einem Strang“, so Penz.

Kommenden Montag findet die feierliche Schlüsselübergabe im Gymnasium statt. Architekt Achim Viemann übergibt den Schlüssel für den Neubau an Bürgermeister Niels Schmidt als Vertreter des Schulträgers. Der reicht ihn dann an die Schulleitung weiter. Zum 50-jährigen Jubiläum am Sonnabend, 13. September, werden hunderte Gäste im JRG erwartet. „Bis dahin arbeiten wir mit Hochdruck“, verspricht Flesken. Nach den Herbstferien, am 27. Oktober, sei die Inbetriebnahme der Mensa sicher. Und die knapp 1000 Schüler können dann wieder warmes Mittagessen bekommen – rund zehn Monate nach der geplanten Fertigstellung des Anbaus.

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