Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote

Verkehrssicherheitsbericht 2017 / Viele verletzte Kinder / Drei tote Radfahrer

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08. März 2018, 13:57 Uhr

Es bleibt gefährlich auf Straßen und Radwegen des Kreises Pinneberg. Erneut ist die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr angestiegen. Das geht aus dem Verkehrssicherheitsbericht 2017 der für den Kreis Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg hervor. Erfreulich: Bei den Unfällen wurden weniger Menschen verletzt als im Jahr zuvor. Aber: Sechs Menschen starben 2017 bei Verkehrsunfällen.

Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 7563 Verkehrsunfälle. Das sind 132 beziehungsweise 2,6  Prozent mehr als 2016. 1301 (2016: 1344) Menschen wurden dabei leicht, 113  (2016: 136) schwer verletzt. Während im 2016 zehn Menschen ihr Leben auf den Straßen des Kreises Pinneberg ließen, waren es 2017 „nur“ sechs. Die Hälfte der Verkehrstoten waren Radfahrer. Nach wie vor sind Radler stark gefährdet: Sie waren in 552 (2016: 534) Unfälle verwickelt. So gut wie jedes Mal (546, 2016: 516) zogen sich die Radfahrer dabei mehr oder minder schwere Blessuren zu.

Schlimme Entwicklung auch bei den Unfällen, an denen Fußgänger beteiligt waren: Um 15,5 Prozent auf 127 stieg die Zahl an. 140  (13,8 Prozent mehr als 2016) Menschen wurden dabei verletzt. Ein Fußgänger starb im vergangenen Jahr bei einem Unfall.

Erfreulich dagegen die Entwicklung bei den Unfällen, an denen Motorräder oder Mopeds beteiligt waren: Um 15 Prozent auf 121 sank die Unfallzahl. Um 20 Prozent auf 114 ging sogar die Zahl der Verletzten zurück.

Besonders gefährdet sind nach wie vor Kinder. 182  wurden im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen verletzt. Fast 15 Prozent mehr als im Jahr davor.

127 Fahrer wurden erwischt, die sich nach dem Genuss von Alkohol ans Lenkrad ihres Fahrzeugs gesetzt hatten, 18 nach dem Konsum von Drogen.

Laut Polizei ist das Benutzen von Mobiltelefonen beim Autofahren immer häufiger Ursache für Unfälle. Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, kündigte an, dass die Bekämpfung der Unfallursache „Ablenkung durch das Mobiltelefon“ auch in diesem Jahr ein Schwerpunkt der „repressiven und präventiven Aktivitäten“ der Polizei sein wird. Weiterhin im Fokus bleibt die Überwachung der Geschwindigkeit.

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