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„Wir sind heute nicht beschlussfähig“ : „Mehr Sicherheit Moorweggebiet“ vor Auflösung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Notwendige Anzahl stimmberechtigter Mitglieder wird nicht erreicht.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Wedel | Die Interessengemeinschaft „Mehr Sicherheit Moorweggebiet“ (MSM) besteht weiter. Zumindest bis zum 22. November. Ab 19  Uhr findet dann die zweite außerordentliche Mitgliederversammlung im Restaurant Fontana, Moorweg 2, statt, bei der die Mitglieder über die Auflösung des Vereins abstimmen sollen. Bei der Versammlung am Mittwochabend waren zu wenig stimmberechtigte Mitglieder erschienen.

„Wir sind heute nicht beschlussfähig“, stellte Ernst Behse beim Blick in die Runde fest. Mindestens ein Drittel der Mitglieder hätte anwesend sein müssen, um über die Auflösung des Vereins abzustimmen. „Wir können jetzt nicht weitermachen, sondern nur gemütlich zusammensitzen und noch ein Bier trinken“, sagte Behse. Bei der nächsten Zusammenkunft am 22. November ist die Anzahl der anwesenden Mitglieder egal. Von diesen müssen nur zwei Drittel für die Auflösung des Vereins votieren, damit sich dieser nach 22 Jahren auflöst.

„Es hat sich leider niemand gefunden, der für Hans-Joachim Dahm den Vorsitz übernehmen will“, erläuterte Behse die Personalprobleme. „Der Vorstand ist nach wie vor vom guten Zweck des Vereins wie der Förderung nachbarschaftlichen Verhaltens und Nachbarschaftshilfe überzeugt. Aber wir alle werden älter und offensichtlich haben die jüngeren Leute wenig Verständnis für unser Sicherheitsdenken, weil es ihnen glücklicherweise noch an bitterer Erfahrung mit Einbruch und Diebstahl fehlt“, zitierte Behse aus der Stellungnahme des Vorstands. Auch Schatzmeisterin Barbara Hörschelmann wollte ihr Amt nicht weiterführen. „Uns fehlt wie vielen Vereinen der Nachwuchs“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Schröder, der derzeit die Interessengemeinschaft leitet.

Unabhängig vom Verein soll es auch nach der Auflösung weitergehen. „Ich hoffe, dass wir weiter auf unsere Nachbarn aufpassen, Auffälligkeiten notieren und melden“, sagte Schröder und Behse ergänzte: „Das Thema Sicherheit ist weiter aktuell. Wir wollen schauen, dass wir uns weiterhin jeden ersten Mittwoch im Monat treffen, ein Bier trinken und vielleicht kriegen wir ja auch eine Doppelkopfrunde zusammen. Über den Verein sind schließlich auch Freundschaften entstanden.“

Ein von Dahm ins Spiel gebrachter Nachfolger meldete sich auf der Versammlung nicht. Dieser könnte sich allerdings noch bis zum 22.  November entscheiden, sonst ist nach 22 Jahren das Vereinsende fast sicher.

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