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„Eine gute Idee darf nicht sterben“ : „Mehr Sicherheit Moorweggebiet“ droht Auflösung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vorstandskandidaten fehlen: Interessengemeinschaft „Mehr Sicherheit Moorweggebiet“ droht Auflösung. Mitgliederversammlung soll Klarheit bringen.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | „Ich bin Optimist“, betont Hans-Joachim Dahm. Der amtierende Vorsitzende des Vereins „Mehr Sicherheit Moorweggebiet“ (MSM) sieht die Chancen bei „fünfzig Prozent“, dass ein neuer Vorstand zusammenkommt. Klappt das auf der Mitgliederversammlung am 17. Juni nicht, droht dem Verein das Aus – nach fast zwanzig Jahren des Bestehens.

Dahms Amtszeit läuft noch ein Jahr. Einen Stellvertreter, einen Schriftführer und einen Kassenwart braucht MSM aber sofort. Und wenn sich bereits jetzt ein Nachfolger für Dahm finden würde, wäre der 72-Jährige auch nicht traurig. Der Mitbegründer des Vereins würde aus gesundheitlichen Gründen selbst gern kürzertreten. Die amtierende Schriftführerin Alice Volk war verstorben. Stellvertreter Michael Küster und Schatzmeisterin Barbara Hörschelmann seien beruflich zu stark eingespannt und könnten ihre Ämter daher nicht weiter ausführen.

Zirka 70 Mitglieder hat der Verein momentan. Erklärt sich niemand davon bereit, die Vorstandsposten zu übernehmen, kommt die letzte Chance im September. „Da müssten wir dann eine erneute Versammlung abhalten und uns gegebenenfalls auflösen“, erklärt Dahm.

Auch Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender Jürgen Piepgras schaltete sich ein: „Eine gute Idee darf nicht sterben.“ Er appelliert an alle Mitglieder, bei der Versammlung Verantwortung zu übernehmen. Er äußert jedoch auch Kritik am aktuellen Vorstand. „Es wurden zu wenig neue Mitglieder angeworben – man muss eigentlich im Moorweggebiet von Tür zu Tür gehen.“ So sei es versäumt worden, rechtzeitig Nachfolger aufzubauen. Dahm hält dagegen: „Wir hatten aussichtsreiche Kandidaten – aber die berufliche Belastung kam dazwischen.“

Auch die Verkehrssicherheit ist ein Thema

5000 Menschen wohnen heute im Moorweggebiet. „Eine Kleinstadt“, wie es Piepgras ausdrückt. Doch gleichzeitig ist das Viertel auch ein fast reines Wohngebiet mit vielen Pendlern. Um die Sicherheitslage zu verbessern, bemüht sich MSM darum, trotzdem ein enges Nachbarschaftsgefühl zu schaffen. Die roten Aufkleber mit dem offenen Auge signalisieren möglichen Einbrechern im Quartier, dass dort nicht weggeschaut wird. „Streife auf den Straßen laufen wir aber nicht“, betont Dahm. Stattdessen setzt man auf gute Kontakte zur Polizei und Aufklärung der Bevölkerung, beispielsweise durch kostenlose Sicherheitsberatung für Hausbesitzer. „Die Einbrüche im Moorweggebiet haben dadurch statistisch gesehen abgenommen“, erklärt Dahm.

Auch die Verkehrssicherheit ist ein Thema. Den Zustand der Straßen kontrollieren MSM-Mitglieder ständig, sie setzen sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen und eine ordentliche Beleuchtung der Wege ein. „Wir haben auch dafür gekämpft, dass der Bus ins Moorweggebiet weiter alle 20 Minuten fährt“, erzählt Piepgras.

Die Mitgliederversammlung ist für Mittwoch, 17. Juni, im Vereinsheim des TC Aue Wedel, Flerrentwiete 7, geplant. Beginn ist um 19 Uhr. Neben den Wahlen steht ein Vortrag über kabellose Alarmanlagen auf dem Programm.

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