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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:43 Uhr

Haushalt : Mehr Personal für das Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadt Wedel soll acht neue Stellen finanzieren. Ein Ingenieur wird das Bauamt verstärken. Kostensteigerung von 400.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 14:00 Uhr

Wedel | Im Stellenplan für den Haushalt 2017 sollen acht neue Stellen bewilligt werden. Die Personalkosten werden damit um etwa 400.000 Euro jährlich steigen. Größter Einzelposten ist die Stelle für einen neuen Ingenieur. Er soll das Bauamt verstärken. Der Ingenieur, dessen Personalkosten mit 72.000 Euro beziffert werden, soll zu 50 Prozent für Planung, Bau, Instandhaltung und Projektcontrolling und zu 50 Prozent für Energiemanagement, Betriebsoptimierung und Gebäudeleittechnik zuständig sein.

„Wir haben nach den Problemen beim Bau der Mensa am Johann-Rist-Gymnasium unter anderem das Gebäudemanagement von einem Beratungsunternehmen untersuchen lassen. Ein Ergebnis: Die Verwaltung ist unterbesetzt. Es fehlen Ingenieure“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos). Arbeiten am Rist-Gymnasium, begonnen 2012, hatten sich um Monate verzögert. Die Kosten waren explodiert. Prüfer attestierten der Stadt im Zusammenhang mit der Schule Planungsfehler. „Das Neubauvolumen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Insbesondere in die Schulen wurde, etwa mit Mensabauten, investiert“, sagte Schmidt.

Außerdem hat eine Prüfung des Landesrechnungshofs ergeben, dass das Energiemanagement in städtischen Gebäuden deutlich besser werden kann. „Wenn wir einen zusätzlichen Ingenieur einstellen, lässt sich Geld sparen. Zum einen können wir zum Beispiel Mängel an Gebäuden rechtzeitig erkennen und beheben, zum anderem können wir Energie einsparen“, lautet die Prognose des Bürgermeisters.

Weitere Stellen entfallen unter anderem auf Schulen: 2,28 Stellen kommen der Moorwegschule, 1,13 Stellen der Altstadtschule zugute. Zudem wird die EDV-Abteilungen der Stadt Wedel mit einer zusätzlichen Stelle ausgestattet. Da es sich in den meisten Fällen um Teilzeit-Anteile handelt, bedeutet die Ausweitung jedoch nicht, dass nun acht neue Angestellte beschäftigt werden. Die Zahl der Stellen in der Verwaltung sowie in Einrichtungen wie Schulen und Jugendhilfe ist seit 2009 von 228 auf 274 gestiegen. 133 davon entfallen 2017 auf die Verwaltung, 140 auf die Einrichtungen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat den Stellenplan abgenickt.

Große Einzelposten

Der Ausschuss hat auch über den Haushalt abgestimmt und sein Placet gegeben. Der Finanzpolitik werden nach den Gewerbesteuereinbrüchen vor einigen Jahren enge Grenzen gesetzt. Das 2012 formulierte Ziel, jährlich 1,6 Millionen Euro Überschuss zu erwirtschaften, wurde bereits kassiert. Ab 2017 soll es nur noch eine Million sein. Die mittelfristige Planung bis 2020 zeigt, dass auch dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Das heißt: Auch 2017 müssen sich Verwaltung und Ratspolitiker einigen, wo gespart werden soll. Der Wedeler Haushalt muss bis auf weiteres vom schleswig-holsteinischen Innenministerium in genehmigt werden.

In den Haushalt wurden Investitionen im Volumen von 23,7 Millionen Euro eingestellt. Die größten Einzelposten sind die Stadtsanierung und der Schulauer Hafen (6,7 Millionen Euro), die Erschließung des Businessparks am Kraftwerk (3,6 Millionen Euro), Investitionszuschüsse für eine neue Kita der katholischen Kirche (2,5 Millionen Euro), die Erweiterung der Gebrüder-Humboldt-Schule (1,3 Millionen Euro), die Sanierung der B431 (1,7 Millionen Euro), Ausbau der Kreuzung B431 und Industriestraße (700.000 Euro) und die Wohnunterkunft Steinberg (500.000 Euro).

Die Nettoneuverschuldung beläuft sich auf 10,5 Millionen Euro, der Gesamtschuldenstand Ende 2016 voraussichtlich auf 70,4 Millionen Euro. Der Haushalt 2017 samt Stellenplan soll am Donnerstag, 15. Dezember, im Stadtrat beschlossen werden. Die Stadtrats-Sitzung ist öffentlich.

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