Sparkasse Wedel : Mehr Geld für Kulturstiftung

Sparkassen-Vorstand Marc Cybulski freute sich über ein Jahresergebnis, „mit dem man Champagner und Kaviar“ ausgeben kann – was er natürlich nicht tat, weil das Geld im Eigenkapital besser aufgehoben ist.
Sparkassen-Vorstand Marc Cybulski freute sich über ein Jahresergebnis, „mit dem man Champagner und Kaviar“ ausgeben kann – was er natürlich nicht tat, weil das Geld im Eigenkapital besser aufgehoben ist.

Das Geldinstitut vermeldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

shz.de von
13. Januar 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Stillstand ist Rückschritt. Wie die Stadtsparkasse diese Devise mit Leben erfüllen will, deutete Vorstandssprecher Marc Cybulski beim Neujahrsempfang des Geldinstitutes den rund 200 Gästen an. Die Sparkasse erarbeitet gerade ein „Mehrwert-Girokonto“ über das nicht allein der normale Zahlungsverkehr abgewickelt werden kann, sondern mit dessen Kontokarte noch allerlei Vergünstigungen verbunden sind, die andere Wedeler Unternehmen zu bieten haben. „Dabei setzen wir dann auf heimische Partner, denn es ist gut, wenn Kaufkraft in Wedel bleibt“, sagte Cybulski. Dazu ließ er allerdings noch nicht die Katze aus dem Sack. Eine Liste eventueller Partner wird derzeit erarbeitet, die Zusammenstellung der Unternehmen ist noch nicht abgeschlossen.

So gibt es denn wenigstens für die geneigte Kundschaft ein kleines Trostpflaster, wenn denn schon die Zinserträge im Anlagebereich nicht mehr so üppig ausfallen wie in Zeiten vor der Euro-Krise. „Ich kann Ihnen auch keine Hoffnungen machen, dass sich da kurzfristig etwas ändert“, so Cybulski. Dieses Niveau für Einlagen werde wohl länger anhalten. Aber von „Negativ-Zinsen“, wie sie von anderen Instituten verlangt werden, ist auch keine Rede.

Von einem sehr erfolgreichen Jahr 2014 berichtete Cybulski. Die stolze Summe von 2,5 Millionen Euro nach Steuern kann die Sparkasse verbuchen. Der Grund für das Plus gegenüber magereren zurück liegenden Jahren besteht darin, dass die Sparkasse nicht solidarische Zwangsabgaben für in Not geratene Partnerinstitute und Beteiligungen aufwenden musste.

Das Plus hat positive Folgen für die Stadt. Zum einen konnte laut Cybulski das Kapital der eigenen Kulturstiftung um 100.000 Euro auf 500.000 Euro aufgestockt werden, so dass kulturelle Projekte in der Stadt intensiver gefördert werden können. Zum zweiten sind für verschiedene gemeinnützige Zwecke im abgelaufenen Jahr 150.000 Euro verteilt worden. Dieses Spenden-Engagement ging übrigens beim Neujahrsempfang gleich weiter. Ein voluminöses Sparschwein war aufgestellt worden und die Gäste des Empfangs wurden gebeten, es kräftig zu füttern. Die Sparkasse will das Gesammelte verdoppeln und dann an WeKi überweisen, damit diese Initiative Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, an Schulen und in Kitas die Mahlzeiten bezahlen kann.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen