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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. September 2017 | 19:46 Uhr

Mehr Betreuung am Nachmittag

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schulkinder Verwaltung legt Kostenrechnung für 40 neue Plätze vor / Nullsummenspiel für dieses Jahr / 40 000 Euro ab 2018

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Politik und Verwaltung in Wedel haben in puncto Schulkindbetreuung vorgesorgt. Deswegen kann die Stadt ihr Angebot in diesem Jahr ausbauen, ohne fürs Personal Extramittel in den Haushalt einstellen zu müssen. Das jedenfalls rechnet der Beschlussvorschlag zur Erweiterung des Angebots vor, den die Verwaltung für den heutigen Bildungsausschuss vorbereitet hat. Sollte die Empfehlung durchkommen, könnten ab Sommer dieses Jahres 40 weitere Kinder nach der regulären Schulzeit in der Pestalozzischule im Autal betreut werden.

Platz gibt es in der ehemaligen Förderschule genug, die jetzt schon für drei Kindergruppen aus der nahegelegenen Moorwegschule nachmittags Anlaufstelle ist. Ende März wurden zwei weitere Räume vorgestellt, die bereits umgestaltet sind. Lediglich Mobiliar müsse noch angeschafft werden, so die Verwaltung in dem Papier, und die Küche müsse erweitert werden. Geschätzte Einmalkosten hierfür: 15  000 Euro.


Betreuung auch bis 16.15 Uhr


Personell rechnet die Verwaltung für die zwei Gruppen á 20 Kinder mit Kosten von jährlich rund 100  000 Euro. Für dieses Jahr gibt es allerdings eine finanzielle Reserve. Denn Personalkosten für eine Gruppe, genau 44  100 Euro, sind bereits im Haushalt 2017 veranschlagt. „Weil letztes Jahr nicht klar war, wie viele Gruppen tatsächlich benötigt werden und die Verwaltung flexibel auf den Bedarf reagieren können sollte“, so die Erklärung im Papier.

Da das Geld bis August 2017 nicht abgerufen wird, könnten damit die Personalkosten für die zweite, noch nicht berücksichtigte Gruppe, die bis Ende des Jahres auflaufen, kompensiert werden. Für die zweite Gruppe veranschlagt die Verwaltung einen höheren Personalaufwand und damit höhere fortlaufende Ausgaben, denn die Betreuung soll dort bis 16.15 Uhr gewährleistet sein. 53  800 Euro lautet hier die kalkulierte Summe.

Den 100  000 Euro Mehrkosten für die Schulkindbetreuung stehen 60  000 Euro Mehreinnahmen aus den Elternbeiträgen gegenüber. „Insgesamt ergibt sich für die Stadt durch die geplante Erweiterung nach dieser Kalkulation ein zusätzlicher Zuschussaufwand von zirka 40    000 Euro jährlich ab dem Jahr 2018“, heißt es in der Darstellung der Folgekosten. Die will die Verwaltung ausdrücklich nicht den Eltern aufbürden. Die Beitragskosten lägen dann nämlich über den Kitakosten. Und das sei nicht zumutbar. „Die Kompensation muss gegebenenfalls im Rahmen der Gesamtberatung des Haushalts 2018 folgende festgelegt werden“, lautet dagegen der Vorschlag der Stadt.

Ob überhaupt Bedarf an einer erweiterten Betreuung am Nachmittag besteht, muss in Wedel nicht hinterfragt werden: Anmeldungen für die 40 noch nicht installierten Plätze lägen bereits vor, berichtet Fachdienstleiter Burckhard Springer auf Nachfrage unserer Zeitung.

 

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