Wedel : Mehr Angebote für Arbeitslose

„Warteraum auf bessere Zeiten“ nennt Geschäftsführer Günter Werner (rechts) den Arbeitslosentreffpunkt, in dem er jetzt gemeinsam mit Nancy Gomez (v. l.), Karl-Heinz Kaßner und Birgit Wrage einen wöchentlichen Flohmarkt einrichtet.
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„Warteraum auf bessere Zeiten“ nennt Geschäftsführer Günter Werner (rechts) den Arbeitslosentreffpunkt, in dem er jetzt gemeinsam mit Nancy Gomez (v. l.), Karl-Heinz Kaßner und Birgit Wrage einen wöchentlichen Flohmarkt einrichtet.

Arbeitslosenselbsthilfe richtet regelmäßigen Flohmarkt und offene Sprachlerngruppe ein.

shz.de von
28. Januar 2015, 11:00 Uhr

Den Schwung des neuen Jahres hat die Arbeitslosenselbsthilfe zum Anlass genommen, um zwei neue Projekte auf den Weg zu bringen. Im Treff gegenüber der Wedeler S-Bahn-Station ist ein regelmäßiger Flohmarkt geplant. Zum anderen möchte Vorstandsmitglied Nancy Gomez für neue Flüchtlinge, aber auch für andere Ausländer, die bisher kaum deutsch sprechen, eine neue offene Gruppe einrichten, die behutsam und in ungezwungener Atmosphäre an die deutsche Sprache heranführt.

„Wir bekommen eigentlich ständig Sachspenden“, erklärt Geschäftsführer Günter Werner. Kleidung, Spielzeug und Haushaltsgegenstände sind darunter. „Möbel müssen wir immer direkt verschenken.“ Vieles andere wandert, wenn der Raum im Treffpunkt Arbeitslosenzentrum nicht mehr reicht, ins Außenlager im Industriegebiet.

Das bereits seit 20 Jahren. Deswegen hat sich im Unterschlupf bei Ytong einiges angesammelt. Brigitte von Winterfeld und Dieter Strüven aus dem Vorstand misten gemeinsam mit Helfern seit dieser Woche dort aus. Und sortieren und ordnen und überprüfen die Dinge auf ihre Verwertbarkeit. Um sie danach auch praktikabel wieder einsortieren, stapeln und verpacken zu können, benötigen die Organisatoren Ordnungshilfen. Kisten und Kästen, Regale und Kleiderständer, gerne auch große Gestelle, die Geschäftsleute möglicherweise übrig haben – das Lager ist eine große Halle – werden gebraucht. Wer etwas abzugeben hat, ruft unter 04103-16221 an.

Nächste Woche wollen die Sortierer fertig sein. Mitte Februar soll der erste Binnenflohmarkt stattfinden. Entweder am Dienstag oder am Donnerstag, sicher in der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr und dann regelmäßig einmal die Woche. Der Flohmarkt ist für alle offen, betont Werner. „Wir machen keine Bedürftigkeitsprüfung. Wer nicht bedürftig ist, darf mehr geben.“

Auch für die offene Sprachgruppe sucht Gomez noch Unterstützung. Wer Interesse hat einmal die Woche am Donnerstag Nachmittag zu helfen, Flüchtlingen Deutsch nahezubringen, ist herzlich willkommen, erklärt sie.

Der Treffpunkt Arbeitslosenzentrum gegenüber dem S-Bahnhof Wedel ist montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Morgens um 10 Uhr wird gemeinsam gefrühstückt. Kosten: 1,50 Euro. Mittwoch steht fürs gleiche Geld das Frühstück de luxe mit Rührei, Mett und anderem bereit – „zum Kennenlernen“, erklärt Geschäftsführer Günter Werner. Donnerstag öffnet das Zentrum zusätzlich von 16 bis 18 Uhr für den Infotreff. Erstkontakt, Austausch und gegenseitige Hilfe stehen dann im Vordergrund. Freitag gibt es ab 11.30 Uhr ein „köstliches“ warmes Mittagessen, auch zum kleinen Preis. Wegen der Mengen, die verkocht werden, sollten sich neue interessierte Teilnehmer unter 04103-16221 kurz telefonisch anmelden. www.arbeitslosenselbsthilfe-wedel.homepage.t-online.de
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