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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 14:24 Uhr

Wedel : Mehr als 100 Pakete gepackt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Weihnachtsfeier der Friedenswerkstatt im „mittendrin“: Großzügige Spenden von Organisationen und Privatpersonen.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Wedel | Irmgard Jasker strahlte über das ganze Gesicht: „Wir haben insgesamt mehr als 100 Pakete gepackt beziehungsweise gespendet bekommen. Damit ist es möglich, auch Menschen aus den Notunterkünften, die nicht an der Feier teilnehmen können, zu beschenken“, freute sie sich. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfram und unterstützt von einer Gruppe freiwilliger Helferinnen, die sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten, hatte Jasker wieder die traditionelle Weihnachtsfeier der Friedenswerkstatt Wedel im Stadtteilzentrum „mittendrin“ organisiert. Etwa 70 Besucher, darunter zahlreiche Familien, kamen am Wochenende in das Gebäude an der Friedrich-Eggers-Straße, um in gemütlicher Runde beisammenzusitzen und sich auf das bevorstehende Fest einzustimmen.

Nach einer Kaffeetafel wurden gemeinsam Lieder zu Advent und Weihnachten, darunter bekannte Weisen wie „Leise rieselt der Schnee“, „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, „O Tannenbaum“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ gesungen. Dabei wurde der große „Chor“ der Gäste von den Musikern Manfred Tiller (Akkordeon) und Heinz Müller (Gitarre) begleitet. Zwischendurch las Irmgard Jasker heitere und besinnliche kleine Geschichten vor. Einige Besucher sagten Gedichte auf. Vor allem die Kinder erwarteten sehnsüchtig die Ankunft des Weihnachtsmanns. Reinhard Tießen hatte sich wie in den Vorjahren einen roten Mantel angezogen und kam mit einem Karton voller Süßigkeiten für die Mädchen und Jungen. Anschließend durften die Erwachsenen ihre Pakete mit Lebensmitteln, Obst, Konserven Keksen, Kaffee, Tee und Christstollen in Empfang nehmen. Zum Abschluss servierten die Helferinnen Kartoffelsalat und Würstchen.

Die Friedenswerkstatt Wedel organisiert seit nunmehr 24 Jahren die Weihnachtsfeier für Menschen aus den Notunterkünften der Rolandstadt. In den Anfängen ging es darum, ein Projekt der Stadt zu ersetzen, denn seit 1990 gab es aufgrund von Sparmaßnahmen der Politik für die Bewohner keine Geschenkpakete mehr. Dem Wunsch nach einer gemeinsamen Feier kam Irmgard Jasker nur allzu gern nach. Zuerst war die Villa an der Mühlenstraße Domizil, später das Wohnzimmer von Jaskers Eltern, und als der Kreis immer größer wurde, wurde in das Stadtteilzentrum „mittendrin“ umgezogen.

Dass die Wedeler ein großes Herz für Bedürftige haben, zeigte sich auch in diesem Jahr. Dank einer großzügigen Spende der Bürgervereinigung konnten die Helfer 20 Pakete packen. Auch vom Freiwilligen Forum und seinem Kreativkreis, von der Immanuel-Gemeinde sowie zahlreichen Privatpersonen wurde gespendet. Eine Wedelerin strickte sogar 30 Paar Wollsocken in allen Größen und Farben.

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