Ausverkauftes Konzert : Max Wolff easy und unplugged auf der Batavia in Wedel

Dänischer „Old School“-Gitarrist und Songwriter: Max Wolff legte auf der ausverkauften Batavia ein grandioses Konzert hin.
Dänischer „Old School“-Gitarrist und Songwriter: Max Wolff legte auf der ausverkauften Batavia ein grandioses Konzert hin.

Dänischer Gitarrist und Sänger begeistert mit Musik „aus der Zeit der langen Haare“ auf der Batavia.

shz.de von
13. August 2018, 12:00 Uhr

Wedel | „Old School“ lautete das Motto auf dem Theaterschiff Batavia, wo der dänische Sänger und Gitarrist Max Wolff einen grandiosen Auftritt hinlegte. Und Folk, Blues, Pop und Americana eben „nach der guten alten Schule“ zum Besten gab. Ganz „easy und uplugged“ war Wolff wie gewohnt nur mit seiner Gitarre auf der Bühne des ausverkauften Kulturdampfers erschienen.

„Es ist das erste Konzert in der zweiten Jahreshälfte. Wir freuen uns, dass Max Wolff, der auf diesem Schiff schon rund ein halbes Dutzend mal zu Gast war, heute unser Publikum musikalisch verwöhnen wird“, hatte Batavia-Käptn Hannes Grabau zu Beginn des Abends nicht zu viel versprochen. Von der ersten Minute an schaffte es der vielgereiste Vollblutmusiker, seine Gäste mitzunehmen auf eine Reise „in die Zeit der langen Haare“.

Zahlreiche Evergreens

Aus dieser Zeit gab es zahlreiche Evergreens wie Jimi Hendrix „The Wind Cries Mary“, Hank Williams „Honky Tonk Blues“ oder Albert Kings „Everybody Wants To Go To Heaven, But Nobody Wants To Die“ frisch gezupft und mit weicher Stimme zu hören. Auch viele Eigenkreationen hatte Wolff, der seit 1980 mehr als 4000 Gigs sowohl auf Konzerten, Festivals wie auch in Kneipen absolvierte und dessen erstes Album „I’m Bonafide“ ihm direkt eine Nominierung für den Danish Music Folk-Award 2004 einbrachte, mit an den Brooksdamm genommen. Dazu zählten ebenso reine Instrumentals wie auch von Gesang begleitete Stücke.

„Für diesen Song hier habe ich noch gar keinen Namen. Macht doch einmal die Augen zu und überlegt euch einen“, lautete eine Ansage des vielfältigen Künstlers. Der nach eigener Aussage erst am Vorabend bei einem Auftritt im dänischen Sonderburg ein „schon etwas komisches Ereignis“ erlebte – als sich ausgerechnet nach Wolffs „Deep River Blues“ die Schleusen öffneten und auf einmal „regentechnisch die Hölle los war“. Es folgte „Blow Wind Blow“, vielleicht auch, um die Wolken zu vertreiben.

Touren zwischen Dänemark, Norwegen und Deutschland

Max Wolff, der 2008 sein zweites Album („Got You On My Mind“) herausbrachte und regelmäßig zwischen Dänemark, Norwegen und Deutschland tourt, zelebrierte alle seine Stücke mit viel Leidenschaft. Nach gleich mehreren Zugaben hatte er sich den tosenden Beifall seiner Wedeler Blues-Fans redlich verdient.

„Wir sind restlos begeistert. Die Musik war super. Und wir fanden es klasse, wie Wolff in seinen kurzen Ansagen mit dem Publikum kommunizierte und so eine ganz besondere Nähe und Atmosphäre schaffte“, waren sich die Besucher Michael Dethloff und Angela Frank-Reetz am Ende einig.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen