Marschtreff auf Erfolgskurs

Vorstand Robert Wieber (links) wird nun von Birgit Zimmer (rechts) unterstützt, neue Aufsichtsratschefin ist Ines Bitow (Mitte), Vize bleibt Rusta Mizani. Neu ist Saskia Schlünz.
Vorstand Robert Wieber (links) wird nun von Birgit Zimmer (rechts) unterstützt, neue Aufsichtsratschefin ist Ines Bitow (Mitte), Vize bleibt Rusta Mizani. Neu ist Saskia Schlünz.

Das Hetlinger Pilotprojekt Dorfladen mit Café hat nun 47 Genossenschaftsmitglieder / Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat

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11. Juli 2014, 16:00 Uhr

Die Akzeptanz des kleinen Dorfladens mit Café „Marschtreff“ in Hetlingen wird immer Größer. Diese positive Bilanz konnte während einer Generalversammlung am Mittwochabend in der Hetlinger Gaststätte „Op de Deel“ gezogen werden. Das Genossenschafts-Pilotprojekt war im April von 26 Gründungsmitgliedern mit einem Startkapital von 4250 Euro aus der Taufe gehoben worden. Inzwischen hat die Genossenschaft 47 Mitglieder und 5450 Euro Einlagen.

An der Spitze gibt es eine Veränderung. Jan Prange schied aus dem zweiköpfigen Vorstand aus. „Das ist zeitintensiver, als wir alle gedacht haben“, begründete Prange seinen Rückzug. Für ihn rückt die bisherige Aufsichtsratschefin Birgit Zimmer nach. Das Gremium wurde neu bestückt. Den Vorsitz übernimmt die bisherige Schriftführerin Ines Bitow, Vize-Chef bleibt Rusta Mizani und neu gewählt wurde Saskia Schlünz (37).

Der Laden wird bisher ehrenamtlich betrieben, Fördergelder aus öffentlicher Hand gibt es nicht. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags. Das 17-köpfige Team teilt sich zehn Schichten, die jeweils mit einem bis drei Helfern besetzt sind, wie Robert Wieber mitteilte. Er leitete bisher gemeinsam mit Prange die Geschäfte.

Das Angebot wird stetig ausgebaut und an den Bedürfnissen der Kunden angepasst. So gibt es inzwischen zwölf Eissorten, und auch der Verleih der E-Räder wedelecs in Kooperation mit den Stadtwerken Wedel kommt langsam in Fahrt. Gut angelaufen ist der Verkauf von selbstgebackenem Kuchen am Wochenende. Neu im Sortiment sind Grünabfall-Säcke, die gegen Gebühr verkauft werden. Natürlich kostenlos werden Gelbe Säcke ausgegeben.

Wieber ist mit den bisherigen Umsätzen zufrieden. Im Mai wurden von den Ehrenamtlichen 123,5 Stunden geleistet und 1993 Euro eingenommen. Im Juni investierten die Helfer 135 Euro und verkauften Waren im Wert von 1665 Euro. „Das übertrifft unsere Schätzungen“, betonte Wieber.

Die Renner sind neben Süßigkeiten, die sich die Kinder gern selbst kaufen gehen und dabei auch schon mal bis zu zehn Minuten für die Wahl ihrer Leckereien benötigen, Chips, Salzgebäck und Eis. Aber auch der Öko-Service wird angenommen. Zudem gibt es Bio-Smoothies. Warum der morgendliche Verkauf von belegten Brötchen freitags besser nachgefragt wird alsam Donnerstag, darüber konnten die Marschtreffler nur spekulieren.

Genossin Renate Springer-König freute sich , dass öfter Senioren zum Klönschnack vorbeikommen: „Wir haben schon Stammkunden.“

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