Hetlingen : Marschtreff als Mittelpunkt

Geschäftsführer Birgit Zimmer (v. l.) und Robert Wieber bedankten sich mit Gutscheinen bei ihren Stammkunden Stefan Retzlaff und Angela Zell.
1 von 2
Geschäftsführer Birgit Zimmer (v. l.) und Robert Wieber bedankten sich mit Gutscheinen bei ihren Stammkunden Stefan Retzlaff und Angela Zell.

Seit einem Jahr besteht in Hetlingen der ehrenamtlich geführte Dorfladen mit Café. Gutscheine für Stammkunden als Dankeschön.

shz.de von
04. Mai 2015, 16:00 Uhr

Hetlingen | Zufrieden und zuversichtlich haben die Genossen des Marschtreffs gestern mit Stammkunden und Laufkundschaft das einjährige Bestehen des ehrenamtlich betriebenen Ladens und Cafés gefeiert. „Der Schritt, die Dorfgemeinschaft zu bereichern, war vollkommen richtig“, betonte Geschäftsführer Robert Wieber in seiner Ansprache.

Stefan Retzlaff und Angela Zimmer sind Stammkunden des Marschtreffs. Retzlaff kauft seinen Kaffee im Laden, manchmal auch Kleinigkeiten wie Milch. „Sonst gibt es in Hetlingen wenig zu kaufen“, sagte der treue Kunde. Zell bekommt leuchtende Augen, wenn sie davon erzählt, dass sie nach dem Yoga mit ihren Damen Smoothies oder Latte macchiato im Café trinkt. „Ich fühle mich beim Marschtreffteam herzlich aufgenommen“, sagte die Hetlingerin. Für ihre Treue gab es von Geschäftsführer Wieber Gutscheine – symbolisch überreicht.

Erwartungen übertroffen – darüber waren sich Wieber, Geschäftsführerin Birgit Zimmer und Gebäude-Eigentümer Rusta Mizani einig. Alle seien bei der Stange geblieben, die Motivation weiterhin hoch. Etwa 20 ehrenamtliche Helfer sorgen für die 30 Stunden Betrieb pro Woche. „Wir wussten, dass wir uns keine goldene Nase verdienen werden“, sagte Zimmer. Der Treff, dessen Umsatz zur Hälfte durch Café und Laden generiert wird, trägt sich. Der befürchtete Einbruch im Winter war ausgeblieben. Zimmer hofft deshalb auf weiteren Aufschwung. Die erste Eistruhen-Füllung sei bereits verkauft. „Wir werden auch kaum noch Anschaffungskosten haben“, sagte Wieber. Mizani, der mit seiner Familie im angrenzenden Haus lebt, freut sich über den Trubel, der durch den Treff herrscht: „Gestern habe ich aus dem Fenster einen Kaffee gereicht bekommen – das ist doch schön.“

Die Kooperationspartner konnten einen größeren Teil ihres Sortiments vorstellen, um auszuloten, ob sich weitere Angebote im Marschtreff lohnen. Wer etwas möchte, kann auf das Team zugehen und die schauen, was machbar ist. Wedel, Holm, Haseldorf, Hetlingen – „Wir unterstützen die regionalen Anbieter“, sagte Wieber. Etwa zehn Prozent machen der Verkauf von Schals, Seifen oder Tickets vom Umsatz aus. Für staunende Kinderaugen war Zaubershow-Künstler Kevin Köneke gut, der zum Abschluss der Feier auftrat.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen