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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 10:13 Uhr

Marsch-SPD in Hochstimmung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hauptversammlung Thomas Hölck als Vorsitzender bestätigt / Mitgliederzuwachs in Haseldorf und Haselau / Kritik an Amtsbau

Die Einladung zur Jahreshauptversammlung des gemeinsamen SPD-Ortsvereins von Haseldorf und Haselau war formvollendet: Eröffnung, Begrüßung, Abstimmung über die Tagesordnung, Berichte des Vorstandes, der Fraktionsvorsitzenden, der Kassenwartin, der Revisoren, Aussprache, Entlastung, Neuwahlen und zum Schluss Verschiedenes. Danach Beisammensein mit Abendessen. So die nüchterne Aufzählung der Punkte, die es abzuarbeiten galt.

Alles wurde erledigt. Dennoch wirkte der Abend eher gelassen heiter wie ein Familientreffen. Ganz unvermittelt wurde das Essen serviert. Keiner verübelte der Bedienung das ungeplant frühe Auftischen und aus Rede und Gegenrede wurden jetzt erst recht freundschaftliche Tischgespräche.

Ehe man sich Stunden später trennte, wurde rasch noch gewählt. Zwar geheim, wie die Satzung das vorschrieb, aber in Minutenschnelle. Dann waren Thomas Hölck als Vorsitzender, Heike Meyer-Schoppa als Stellvertreterin und Bärbel Zilles als Kassiererin einstimmig in ihren Positionen bestätigt. Allerdings musste ein neuer Beisitzer her. Boris Steuer stellte sich für den Posten zur Verfügung. Auch er bekam nur Ja-Stimmen.

Der Abend spiegelte deutlich eine gute Stimmung wieder, die sich in der SPD der Marsch ausbreitet. Grund dafür sei eine unerwartet große Zahl frisch eingetretener Mitglieder, darunter erfreulich viele jüngere Leute. So erklärte Hölck den Optimismus, der sich von Wahlergebnissen der letzten Zeit nicht unterkriegen lasse. Stattdessen richteten die Anwesenden den Blick auf die Kommunalwahlen am 6. Mai 2018, von denen sie sich in beiden Gemeinden vorteilhafte Veränderungen erhoffen.


Bürgermeister fehlte Rückgrat

Den derzeitigen Zustand bezeichnete der Haseldorfer Fraktionschef Steuer allerdings als denkbar unbefriedigend. Er sei geradezu schockiert über den Beschluss, ein neues Amtsgebäude zu bauen, stellt er heraus. Im Vorfeld sei manipuliert worden. Steuer sprach sogar von unlauteren Aussagen. Nunmehr müsse Haseldorf mit etwa 800 000 Euro an Mehrausgaben fertig werden. Als Hauptschuldigen machte der SPD-Mann den CDU-Bürgermeister Uwe Schölermann aus. Das durch die Diskussion über einen Dorfentwicklungsplan geweckte Interesse der Wähler an Lokalpolitik wertete Steuer aber als sehr gutes Vorzeichen für die Wahl im Mai.

Rudolf Zilles, einziger SPD-Vertreter im Haselauer Gemeinderat, vertiefte diese Themen, sprach sich angesichts der Ebbe in der Dorfkasse klar gegen einen Turnhallen-Neubau aus und wünschte sich im Umgang mit erforderlichen Kita-Erweiterungen mehr Flexibilität, um zukünftige Gebäudeteile je nach Bedarf auch für die Schule oder die Betreuungsklasse nutzen zu können. Dem eigenen Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) warf Zilles vor, in der Auseinandersetzung für oder gegen die Auflösung des Amtes Haseldorf zu wenig Rückgrat bewiesen zu haben.


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