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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:49 Uhr

Holm : Marmelade fürs Apfelfest

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Am Sonnabend, 14. September, dreht sich im Dörpshus wieder alles um den Apfel. Mehr als 100 Gäste werden erwartet

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 16:00 Uhr

„Ich bin so froh, dass ich die noch gefunden habe“, sagt Brigitte Voswinkel und strahlt. „Ich habe nämlich eine treue Dame, die immer unbedingt die Apfelmarmelade mit Kumquat haben möchte. Und die bekommt sie jetzt“, stellt Voswinkel fest. Sie ist zufrieden. Das sieht man ihr an – und das ist ansteckend. Ein wenig freut man sich mit – auch für die Dame.

Voswinkel kocht Marmelade ein. Apfelmarmelade. Pur oder mit weiteren Früchten gemischt. Das steht jeden August auf ihrem Plan. Denn auf dem traditionellen Holmer Apfelfest findet der süße Brotaufstrich reißenden Absatz. Wegen des Wahlkampfs hat Voswinkel in diesem Jahr sogar früher mit der Bevorratung angefangen. Zur 16. Ausgabe des Apfelfests am Sonnabend, 14. September, soll das Marmeladenangebot im Dörpshus (Im Sande) nicht unter der Parteiarbeit leiden. Und das tut es nun wohl auch nicht – denn Voswinkel hat ja sogar noch Kumquat gefunden – den verarbeitet sie sogleich.

Die Bonsai-Orangen werden erst einmal mit kochendem Wasser überbrüht und dann noch einmal kräftig abgebürstet. Sie sind sicherlich gespritzt und werden in den großen Containern, mit denen die exotischen Früchte über die Meere kommen, zusätzlich begast, weiß die Marmeladenfachfrau. Das Zeug muss also vollständig ab, bevor die Zwergorangen, die man mit der Schale isst, in Scheiben geschnitten in den großen Topf wandern.

Äpfel, Kumquat, Gelierzucker und Gewürze gehören in diese Variante, bei Bedarf auch Alkohol. Von welchen Kräutern und Gewürzen aber wie viel, das bleibt das Geheimnis der Köchin. „Das möchte ich nicht verraten“, sagt Voswinkel verschmitzt. Vor ihr liegen außerdem einige Zweige Minze. Nicht eine Sorte. Verschiedene: Orangenminze, Ananasminze, Erdbeerminze und Pfefferminze. Voswinkel kann sie alle am Geruch unterscheiden. Ob davon allerdings welche den Weg ins Kumquat-Apfel-Marmeladenglas finden? Wer’s wissen will, muss zum Fest kommen.

Tochter Nadine steht während des Apfeltags stets mit einer Zutatenliste hinterm Verkaufstresen. Vor allen Dingen ob und welcher Alkohol beigemischt ist, wollten die Gäste wissen, erzählt die Holmerin. Für sie sei es allerdings wichtiger, zu wissen, ob die Lebensmittel, die sie zu sich nimmt, aus der Region kommen. „Man isst das, was es in der Jahreszeit hier gibt“, lautet ihr Standpunkt. Da geht das Apfelfest vorbildlich voran. Denn sowohl die Grützwurst des Himmel-und Erde-Essens als auch die vielen angebotenen Apfelsorten kommen direkt von nebenan.

„Das A und O beim Marmeladekochen ist übrigens Sauberkeit“, gibt sie der ahnungslosen Reporterin noch mit auf den Weg. Nur für den Fall, dass die es doch mal selbst probieren sollte – und dann nicht nach all den Mühen enttäuscht auf Schimmel im Glas gucken muss.

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